Hamburgs Tatort-Doppelfolge dreht sich um niederländische Drogenmafia

Die neueste Folge des Hamburger Tatorts erscheint als 180-minütiger Doppelpack und thematisiert einen V-Mann sowie die aggressive Mocro-Mafia aus den Niederlanden. Der Kritiker findet die Länge übertrieben und bemängelt fehlende Tiefe in der Adaption einer Spiegel-Recherche. Es handelt sich um eine Koproduktion mit dem niederländischen Rundfunk.

Der Hamburger Tatort präsentiert mit 'Ein guter Tag/Schwarzer Schnee' eine Doppelfolge, die am Stück gedreht wurde, um Kosten zu sparen. Die Produktion der NDR-Redaktion unter Christian Granderath und Patrick Poch dauert insgesamt 180 Minuten und ist eine Koproduktion mit dem niederländischen NPO. Sie greift lose auf eine Spiegel-Titelgeschichte von 2021 zurück, die die Mocro-Mafia beschreibt – eine Drogenbande, die jung rekrutiert, aggressiv dealt und Institutionen einschüchtert.

Christian Granderath, kürzlich in Rente gegangener NDR-Leiter für Film, Familie und Serie, betont in seinem Geleitwort: "Nur selten wird aus Spiegel-Titelgeschichten ein Tatort und somit große Sonntagabend-Unterhaltung." Dennoch urteilt der Rezensent, dass der Film keine adäquate Verfilmung der Recherche von Jürgen Dahlkamp, Jörg Diehl und Roman Lehberger darstellt. Stattdessen bedient er sich bekannter Klischees aus Kriminalfilmen: ein unscheinbarer Mafioso im Gefängnis, sein exaltierter Sohn, gewalttätige Banden, ein unschuldiger Junge im Netz des Bösen und eine zwielichtige BKA-Figur.

Besonders hervorgehoben wird ein korrupter Provinzbürgermeister, dargestellt von Sebastian Hülk, der kokst, als die Polizei eintrifft. Die Inszenierung nutzt stilvolle Beleuchtung und Szenenbild, um Amtsräume und Gangsterbuden gleichermaßen zwielichtig wirken zu lassen. Doppelfolgen wie diese dienen oft Jubiläen oder politischen Themen, hier jedoch primär ökonomischen Zwecken, ähnlich wie bei der Frankfurter Folge 'Licht' und der kommenden 'Fackel', die zwischen März und Mai 2025 gedreht wurden.

Der Autor kritisiert die Humorlosigkeit und den Mangel an Originalität, trotz des bedeutsamen Themas organisierter Kriminalität.

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