Thomas Hirschbiegel, der legendäre Polizeireporter aus Hamburg, hat Ende November seinen Ruhestand angetreten. Nach fast einem halben Jahrhundert bei der Mopo fotografierte er Hunderte Tatorte und war oft der Erste vor Ort. Nun reflektiert er in seiner Wohnung über seine intensiven Erlebnisse.
Thomas Hirschbiegel, 66 Jahre alt, gilt als eine Legende unter den Reportern in Hamburg. Fast ein halbes Jahrhundert lang arbeitete er als Polizeireporter für die Boulevard-Zeitung Mopo. In dieser Zeit dokumentierte er Hunderte von Tatorten, sah viele Sterbende und fotografierte sie. Seine Kollegen nannten ihn den 'Bluthund' wegen seiner rücksichtslosen Entschlossenheit, die ihn erfolgreich machte.
Ende November 2025 ging Hirschbiegel in den Ruhestand. An einem Montagmorgen in seiner Hamburger Wohnung, in der er allein lebt, betrachtet er alte Fotos aus den 1970er-Jahren. Sie stecken in einem zerknitterten Umschlag, der mit Kugelschreiber beschriftet ist: 'Explosion, Messerstecherei, Suizid'. Beim Anschauen der Bilder sagt er: „Das ist richtig fies“ – „Wie nah ich da dran war!“ – „Hier ist Dramatik drin. Hier ist Action!“
Diese Erinnerungen zeigen die Intensität seiner Arbeit. Hirschbiegel war oft der Erste am Tatort, was ihm ermöglichte, die Szenen authentisch festzuhalten. Der Artikel aus ZEIT am Wochenende (Ausgabe 50/2025) beleuchtet, wie diese Erfahrungen nun in seinem Ruhestand nachwirken und seine Psyche belasten.