Der 75-jährige Entertainer Thomas Gottschalk hat sich in der RTL-Show 'Denn sie wissen nicht, was passiert' von seinen Fans verabschiedet. Er sprach offen über seine Krebserkrankung und betonte, dass er sich nun vollständig aus der Öffentlichkeit zurückzieht. Gottschalk verließ die Bühne vorzeitig und freute sich auf die Rente.
Thomas Gottschalk, eine Ikone der deutschen Fernsehunterhaltung, absolvierte am Samstagabend seine letzte Samstagsabendshow bei RTL. Die Sendung 'Denn sie wissen nicht, was passiert', die er seit 2018 mit Günther Jauch und Barbara Schöneberger moderierte, wurde zu einem emotionalen Abschied. Fans im Studio hielten Schilder mit Botschaften wie 'Thomas, du bist eine Legende' und 'Wetten, dass wir Thommy vermissen werden' hoch. Gottschalk, der im Mai seinen Rückzug angekündigt hatte, verließ die Bühne um 22:15 Uhr unter tosendem Applaus zur Musik von Status Quo. Seine Frau Karina empfing ihn mit einem Kuss.
Im Gespräch mit Jauch sprach Gottschalk über seine aggressive Krebserkrankung, die er vor einer Woche öffentlich gemacht hatte. 'Das ist sehr selten und ist sehr gefährlich offensichtlich', sagte er und erklärte, dass er das Thema privat halten wolle. Nach der Operation sei sein PSA-Wert auf null gesunken, ein positives Zeichen. Er versicherte in einer Videobotschaft auf Instagram: 'Macht euch um mich bitte keine Sorgen. Ihr wisst, dass ich die Dinge positiv angehe.' Jüngste Auftritte bei der Bambi- und Romy-Verleihung, bei denen er verwirrt wirkte, führte er auf 'Brainfog' durch Schmerzmittel zurück, der abends schlimmer werde.
Gottschalk reflektierte seine Karriere: 'Alles, was ich gemacht habe, habe ich nur für die Leute getan.' Er habe nie vorbereitet, sondern improvisiert, doch mit 75 Jahren sei es Zeit, sich zurückzuziehen. 'Rote Teppiche und so weiter – kein Thema mehr', betonte er. Überraschungsgast Mike Krüger sang eine umgedichtete Version von 'Mein Gott, Walter' zu 'Mein Gott, Thomas', worauf Gottschalk scherzte: 'Mike ist der nächste, der sich verabschiedet.' Die Show setzte sich ohne Gottschalk fort, die Nachfolge blieb offen. Prominente wie Roland Kaiser und Katarina Witt wünschten ihm Gesundheit und Anerkennung.