Kapstadt plant Satzung zur Durchsetzung von Abgaben auf Kurzzeitvermietungen

Die Stadt Kapstadt bringt eine geplante Satzung voran, um die bestehende Abgabenregelung für Immobilien durchzusetzen, die hauptsächlich für Kurzzeitvermietungen, wie etwa Airbnb-Angebote, genutzt werden. Behörden stufen diese als gewerbliche Betriebe ein, die höheren Abgaben unterliegen. Der Schritt könnte angesichts des angespannten Wohnungsmarktes das Angebot an langfristigen Mietobjekten erhöhen.

Die Stadt Kapstadt zielt darauf ab, die Einhaltung ihrer aktuellen Abgabenregelung durch eine geplante Satzung zu stärken. "Die Stadt überarbeitet die Abgabensätze nicht, sondern verbessert die Einhaltung der bestehenden Richtlinien", erklärte der Sprecher Luthando Tyhalibongo gegenüber Daily Maverick. Die Richtlinie stuft Immobilien, die den Großteil der Zeit für Kurzzeitvermietungen genutzt werden, als gewerbliche Betriebe ein.

Diese Durchsetzung richtet sich gegen Angebote auf Plattformen wie Airbnb, Booking.com und Lekkeslaap. Jahrelang wurde die Unterscheidung zwischen privater und gewerblicher Nutzung weitgehend nicht konsequent verfolgt. Stadtbeamte stellen fest: "Jede Immobilie, die den Großteil der Zeit für Kurzzeitvermietungen genutzt wird, ist in erster Linie ein gewerblicher Betrieb für Kurzzeitvermietungen."

Branchenvertreter erwarten Marktveränderungen. Nick Taylor, Geschäftsführer von Nox Cape Town, das etwa 200 Kurzzeitmietobjekte verwaltet, skizzierte drei Optionen für Eigentümer: die zusätzlichen Kosten selbst tragen, auf Langzeitvermietung umstellen oder verkaufen. "Es gibt wirklich drei Möglichkeiten", sagt er. Den ersten Modellrechnungen zufolge könnte die zusätzliche Belastung zwischen 4,5 % und 6,5 % des Umsatzes liegen.

Kapstadt verfügt über mehr als 26.000 Airbnb-Angebote. Laut Grant Smee, CEO von Only Realty, werden etwa 70 % der Wohneinheiten im Geschäftsviertel (CBD) entweder von Hotels verwaltet oder auf Airbnb angeboten. Die Mietinflation im Westkap erreichte im März im Jahresvergleich 6,9 %. Die Satzung wird derzeit noch diskutiert und ist plattformunabhängig anwendbar.

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