Trotz Mietpreisbremse haben sich die Angebotsmieten in 14 deutschen Großstädten in den letzten zehn Jahren im Schnitt um 43 Prozent erhöht. Berlin verzeichnet den höchsten Zuwachs mit 69 Prozent. Dies ergibt sich aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Caren Lay.
Die Bundesregierung hat auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Caren Lay geantwortet und Daten zu Angebotsmieten in Großstädten vorgelegt. Basierend auf Internet-Inseraten ohne Nebenkosten stiegen die Kaltmieten in diesen Städten von 2016 bis 2025 um durchschnittlich 43 Prozent. In Berlin kletterten sie von 9,02 Euro auf 15,25 Euro pro Quadratmeter.
Berlin führt mit 69 Prozent Zuwachs, gefolgt von Leipzig mit 67 Prozent. Bremen und Duisburg verzeichneten je 46 Prozent, Essen und Düsseldorf 43 Prozent sowie Hamburg 42 Prozent. München lag mit 37 Prozent unter dem Schnitt, erreichte aber mit 21,29 Euro pro Quadratmeter den höchsten absoluten Wert.
Frankfurt am Main stieg um 39 Prozent auf 16,58 Euro, Stuttgart um 37 Prozent auf 16,06 Euro. Das Bauministerium betont, dass Internet-Angebote nicht repräsentativ seien; Vermietungen über Wartelisten oder direkte Wege könnten günstiger ausfallen.
Caren Lay spricht von einer "Mietpreisexplosion" und politischem Versagen. Die Mietpreisbremse, seit 1. Juni 2015 in angespannten Märkten gültig, begrenzt Mieten auf maximal zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete, wirkt aber nach ihrer Ansicht nicht ausreichend gegen den Anstieg.