Der vor dem Rathaus in Hameln gepflanzte Weihnachtsbaum hat seine Dekoration überragt, da er jährlich wächst und die Lichterkette zu kurz geworden ist. Dies hat eine Debatte im Stadtrat ausgelöst. Neue Schmuck soll erst 2027 kommen, wenn der Platz umgestaltet wird.
In Hameln sorgt ein ungewöhnliches Problem für Gesprächsstoff: Der Weihnachtsbaum vor dem Rathaus ist aus seiner festlichen Beleuchtung herausgewachsen. Die Fichte, die seit mehr als zehn Jahren dort steht, misst nun rund 23 Meter in der Höhe und besitzt keine klassische Pyramidenform. Dadurch enden die Lichterketten einige Meter über dem Boden, was auf Fotos einen etwas traurigen Eindruck hinterlässt.
Eine Stadtsprecherin erklärte: „Da sie mit rund 23 Meter Höhe kein klassischer Weihnachtsbaum mit typischer Pyramidenform ist, gestaltet sich das Anbringen der Lichterkette technisch anspruchsvoller.“ Der Baum wächst pro Jahr etwa einen Meter, während die Kette nicht mitwächst, was den Schmuck inzwischen kurz wirken lässt. Die Situation hat eine Debatte im Stadtrat angestoßen, wie die „Dewezet“ berichtet.
Eine Lösung ist in Sicht: Bis zum übernächsten Winter, also 2027, soll der gesamte Rathausplatz neu gestaltet werden, inklusive frischem Baumschmuck. Der eigentliche Haupt-Weihnachtsbaum der Stadt befindet sich derweil in der historischen Altstadt und ist deutlich opulenter dekoriert.
Ähnliche Herausforderungen gibt es anderswo, etwa in Holzminden, wo ein karger Baum den Spitznamen „Little Ugly Christmas Tree“ erhielt. Die Stadt nutzte die Aufmerksamkeit für eine Spendenaktion. Michaela Reinecke-Koller, Geschäftsführerin des Stadtmarketings, sagte: „Der Baum war ein Geschenk, und wir nutzen ihn für eine soziale Aktion.“ Ab zwei Metern Höhe ist er beleuchtet, und sie betonte: „Wir fanden ihn naturschön, es muss nicht alles perfekt sein.“