Colton Herta, ein prominenter IndyCar-Fahrer, hat die Serie verlassen, um 2025 bei Hitech in der Formel 2 anzutreten. Dieser Schritt soll die fehlenden Superlizenzpunkte für einen möglichen Formel-1-Sitz beim neuen Cadillac-Team 2026 sammeln. Als Testfahrer für Cadillac möchte Herta seine Bereitschaft neben den Veteranen Sergio Perez und Valtteri Bottas unter Beweis stellen.
Colton Herta, Sohn des IndyCar-Rennfahrers und Teamchefs Bryan Herta, begann seine Monoposto-Karriere in Europa mit 15 Jahren. Er beendete die MSA Formula 2015 als Dritter hinter Lando Norris und wurde 2016 in der Euroformula Open erneut Dritter hinter Leonardo Pulcini und Ferdinand Habsburg. In einem Interview 2016 äußerte Herta wenig Interesse an der Formel 1 und begründete dies mit der Dominanz eines Teams sowie den Herausforderungen, ohne Top-Wagen zu konkurrieren. Herta feierte Erfolge in nordamerikanischen Serien, wurde 2017 Rookie of the Year in Indy Lights und Zweiter 2018. Er debütierte bei Andretti in der IndyCar und wurde mit 18 der jüngste Seriensieger durch den Triumph beim Circuit of the Americas 2019. In sieben Jahren sicherte er sich neun Siege in 117 Rennen, darunter Platz drei in der Meisterschaft 2020 und Vizemeisterschaft 2024. Formel-1-Chancen ergaben sich, scheiterten jedoch. 2021 testete Herta einen Simulator für den damaligen Sauber-Bid von Andretti, der scheiterte. 2022 führte er einen zweitägigen Test mit McLaren durch, während Red Bull nach einem Fahrer suchte, hatte aber acht Superlizenzpunkte zu wenig, weshalb Nyck de Vries gewählt wurde. Nun ist mit Cadillacs Formel-1-Einstieg 2026 unter General Motors gefeiert, Herta Testfahrer. Das Team setzte auf erfahrene Fahrer Perez und Bottas, Zhou Guanyu als Reserve. Herta, 24, steigt bei Hitech in F2 ein, um sechs Punkte zu holen – er hat 34 – und braucht nur Top-8. Cadillac-CEO Dan Towriss betonte, Herta müsse sich den Sitz verdienen, mit Ziel Top-10 in F2. Im Pre-Season-Testing in Barcelona vergangene Woche landete Herta auf Platz 12, sechs Zehntel hinter Spitzenreiter Rafael Camara. Er beschrieb das F2-Auto als großen Wechsel von IndyCar, mit Anpassung an Reifenmanagement mit Pirelli-Gummi. Hertas Teamkollege Ritomo Miyata bringt F2-Erfahrung von Rodin und ART mit, wo er trotz Erfolgen in japanischen Serien keine Podien schaffte. Herta bleibt ambitioniert: „Alles, worin ich einsteige, will ich wettbewerbsfähig und stark sein.“ Er erwartet Simulatorarbeit und FP1-Sessions zur Evaluation, wobei Erfolg von Perez’ und Bottas’ Leistungen abhängen könnte. Towriss sprach von ganzheitlicher Bewertung inklusive F2-Ergebnissen und Testbeiträgen.