Der französische Rechnungshof warnt vor dem durch den Klimawandel verursachten Druck auf das Cat-Nat-System und schlägt vor, Risiken auszuschließen, die zunehmend zur Normalität werden. Der am Freitag veröffentlichte Bericht regt zudem an, den Aufschlag, der in allen Hausratversicherungsverträgen enthalten ist, regelmäßig zu überprüfen. Das 1982 geschaffene System entschädigt Opfer außergewöhnlicher Ereignisse wie Überschwemmungen oder Dürren.
Der französische Rechnungshof hat am Freitag einen Bericht veröffentlicht, der aufzeigt, wie die Klimaerwärmung das Entschädigungssystem für Naturkatastrophen, bekannt als Cat Nat, belastet. Das System, das in 99 % der französischen Gemeinden Anwendung findet, deckt Überschwemmungen, Überflutungen durch das Meer, Dürren, Hitzewellen und außergewöhnliche Stürme wie Lothar im Jahr 1999 ab.
Das 1982 für außergewöhnlich intensive, nicht versicherbare Ereignisse geschaffene Cat-Nat-System stützt sich auf einen Aufschlag, der auf alle Hausratversicherungsverträge erhoben und durch nationale Solidarität finanziert wird. Angesichts immer intensiverer Klimagefahren, wie etwa der Überschwemmungen im Westen Frankreichs im Februar oder der durch Dürre verursachten Risse in Gebäuden, empfiehlt der Rechnungshof, Risiken, die "banalisiert" werden, nicht mehr abzudecken.
Um das System langfristig zu erhalten, fordert der Bericht zudem eine regelmäßige Überprüfung dieses Aufschlags. Diese Maßnahmen sollen die Stabilität des Systems gewährleisten, während Naturkatastrophen immer häufiger auftreten.