Das Arbeitsgericht von Rancagua entschied gegen die Sociedad Inmobiliaria Riqueza China Limitada wegen gewerkschaftsfeindlicher Praktiken und ordnete die Wiedereinstellung von vier Arbeitnehmern sowie die Nachzahlung der seit Februar 2025 ausstehenden Löhne an.
Das am 8. Juli ergangene Urteil stellte fest, dass die Arbeitnehmer nach ihrer Teilnahme an der Gründung einer Gewerkschaft Anfang 2025 unter gewerkschaftlichem Schutz standen. Das Gericht befand die Entlassungen für rechtswidrig und wies die Argumente des Unternehmens bezüglich angeblicher Sabotageakte zurück. Das Urteil verpflichtet das Restaurant, die vier Mitarbeiter wieder einzustellen, alle Löhne seit dem 28. Februar 2025 nachzuzahlen und eine Geldstrafe in Höhe von 10 UTM zu entrichten. Zudem wurde die Benachrichtigung der Arbeitsdirektion und von ChileCompra angeordnet, um das Verbot von Verträgen mit dem Staat durchzusetzen. Der Richter wies darauf hin, dass der gewerkschaftliche Schutz ab zehn Tagen vor der Gründungsversammlung gilt und dass das Unternehmen keine nachträgliche Genehmigung für die Entlassungen beantragen konnte, nachdem diese bereits vollzogen worden waren.