Codelco gab bekannt, dass über 6.000 Mitarbeiter und Führungskräfte aus den Divisionen Chuquicamata, Ministro Hales und der Firmenzentrale aufgrund einer zu hoch ausgewiesenen Kupferproduktion im Jahr 2025 Boni in Höhe von 14,3 Millionen US-Dollar zurückzahlen müssen.
Das staatliche Unternehmen räumte ein, dass eine interne Prüfung ergab, dass Ende 2025 fälschlicherweise 26.875 Tonnen als produziert gemeldet wurden. Davon entfielen 20.000 Tonnen auf Oxide in Chuquicamata und 6.875 Tonnen auf Kalziumarsenid in Ministro Hales. Die korrigierte Eigenproduktion belief sich auf 1.307.570 Tonnen Feinmetall, was 2 % unter dem ursprünglichen Wert von 1.334.445 Tonnen liegt.
Codelco erklärte, dass der Fehler eine Neuberechnung der variablen Anreize erfordere. Der Prozess betrifft 6.322 Personen, wobei der durchschnittliche Betrag pro Mitarbeiter bei etwa 2 Millionen Pesos liegt. Die Vorsitzende des Prüfungsausschusses für Vergütung und Ethik, Tamara Agnic, sagte, die Rückerstattung müsse schrittweise und in Übereinstimmung mit dem Gesetz erfolgen.
Die chilenische Kupferkommission (Cochilco) bestätigte, dass sie bereits im Februar Abweichungsrisiken festgestellt und ein offizielles Schreiben an das Unternehmen gerichtet habe. Die geschäftsführende Vizepräsidentin, Claudia Rodríguez, erklärte, dass der Hinweis auf einer internen Beschwerde beruhte, obwohl Cochilco das Problem auch im Rahmen einer eigenen Prüfung identifiziert hätte. Codelco machte acht Personen für den Vorfall verantwortlich und reichte bei der Staatsanwaltschaft eine Anzeige ein.