Der chilenische Rechnungshof (CGR) hat festgestellt, dass der Gesundheitsdienst Tarapacá zwischen Januar 2023 und März 2025 über 12 Milliarden Dollar für 17.390 krankheitsbedingte Fehlzeiten des Personals nicht eingezogen hat. Die Behörde ordnete sofortige Beitreibungsverfahren sowie ein Disziplinarverfahren an. Die Prüfung deckte schwerwiegende Mängel im Management und in der internen Kontrolle auf.
Die CGR-Prüfung, die auf dem konsolidierten Rundschreiben (CIC) Nr. 9 von 2025 basiert, untersuchte 33.736 Krankheitsurlaube beim Gesundheitsdienst Tarapacá (SST). Dabei wurde festgestellt, dass der Dienst es versäumt hat, die von Compin, Fonasa und Isapres genehmigten Beträge rechtzeitig zu verbuchen, wodurch erhebliche ausstehende Forderungen aus der Buchhaltung ausgeklammert wurden. Zu den Unregelmäßigkeiten zählte, dass bei 86 % der erstatteten Subventionen keine klare Zuordnung zu spezifischen Krankheitsfällen erkennbar war. Zudem gab es eine Diskrepanz von über 507 Millionen Dollar zwischen den Buchhaltungsunterlagen und den Inkassohilfsregistern sowie Inkonsistenzen bei über 18.000 Aktenzeichen, die von der Aufsichtsbehörde für soziale Sicherheit (SUSESO) gemeldet wurden. Die CGR wies den SST an, innerhalb von 60 Tagen mit der Einziehung des gesamten geschuldeten Betrags zu beginnen, die internen Kontrollen zu stärken und die Subventionsbuchhaltung zu verbessern. Darüber hinaus wurde ein Disziplinarverfahren angeordnet, um die administrative Verantwortung zu klären, einschließlich der Fälle, in denen Mitarbeiter während ihrer Ruhephasen ins Ausland gereist sind. Diese Mängel bei der Verwaltung der Subventionen für Arbeitsunfähigkeit wurden im Abschlussbericht Nr. 597 von 2026 detailliert dargelegt.