Arbeitsminister Tomás Rau hat bekannt gegeben, dass die Regierung ein neues Abfindungssystem prüft, das alle Arten der Vertragsbeendigung abdeckt. Der Vorschlag zielt darauf ab, die Kosten für Unternehmen durch Beiträge zu individuellen Konten zu senken.
Tomás Rau erklärte bei Radio Duna, dass das System aus einem monatlichen Arbeitgeberbeitrag zu einem individuellen Konto des Arbeitnehmers bestehen würde. Dieses würde Marktrenditen ansammeln, um die Abfindung unabhängig vom Grund der Beendigung zu finanzieren.
Das derzeitige chilenische Recht sieht die Zahlung eines Monatsgehalts pro Beschäftigungsjahr nur bei Entlassungen aufgrund betrieblicher Erfordernisse vor. Rau wies darauf hin, dass die hohen Kosten dieser Regelung Neueinstellungen entmutigen und es notwendig sei, den Anstieg der Lohnkosten einzudämmen.
Die Initiative befindet sich noch in der Analysephase und soll schrittweise eingeführt werden. Rau räumte ein, dass dies wirtschaftlich kein optimaler Zeitpunkt sei, betonte jedoch, dass es nicht ausreiche, allein auf Wachstum zu warten, um Arbeitsplätze zu schaffen.