Kritik an Frauen, ein profitabler Diskurs in sozialen Medien

In den letzten Jahren ist Antifeminismus ein bevorzugter Weg für konservative Influencer im Internet geworden. Politikwissenschaftler Tristan Boursier untersucht, wie rechtsextreme Figuren opportunistisch einen maskulinistischen Diskurs aufgebaut haben. Verbände warnen vor dem Einfluss solcher misogyner Inhalte auf die Jugend.

Politikwissenschaftler Tristan Boursier hebt eine bemerkenswerte Tendenz der letzten Jahre hervor: den Aufstieg maskulinistischer Diskurse unter rechtsextremen Influencern im Internet. Seine Analyse zeigt, wie diese Figuren Antifeminismus opportunistisch genutzt haben, um Sichtbarkeit und Profitabilität zu steigern. Größere Bedenken äußern Verbände und Experten hinsichtlich der Auswirkungen solcher misogyner Inhalte auf jüngere Generationen. Eine Umfrage von OpinionWay für den Sidaction-Verband, die Anfang Dezember veröffentlicht wurde, zeigt, dass 66 % der Männer im Alter von 16 bis 34 Jahren mindestens einen maskulinistischen Influencer kennen, wobei 37 % deren Inhalte regelmäßig konsumieren. Diese weite Verbreitung wirft Fragen zur Meinungsbildung und damit verbundenen gesellschaftlichen Risiken auf. Dieses Video von Le Monde geht auf diese Dynamiken ein und zeigt, wie die Kritik an Frauen zu einem lukrativen Werkzeug in sozialen Netzwerken geworden ist, während es Plattformen und Pädagogen zu größerer Wachsamkeit auffordert.

Verwandte Artikel

Louis Theroux investigates misogynistic 'manosphere' influencers in Netflix documentary, surrounded by screens of online hate speech.
Bild generiert von KI

Netflix-Doku von Louis Theroux beleuchtet Manosphere

Von KI berichtet Bild generiert von KI

In der Netflix-Dokumentation „Inside the Manosphere“ taucht Journalist Louis Theroux in die Welt frauenfeindlicher Online-Influencer ein. Er trifft Figuren wie Sneako und Harrison Sullivan, die Hass gegen Frauen und Minderheiten verbreiten und damit Geld verdienen. Expertin Sina Laubenstein warnt vor wachsendem Einfluss auf junge Männer.

Diane Richard, eine linksgerichtete feministische Aktivistin und Lesbe, beschreibt in ihrem Buch „Lutter sans se trahir“ ihren Bruch mit der Bewegung, die sich nach dem 7. Oktober weigert, israelische Frauen zu verteidigen. Als Mitglied des Kollektivs Nous Toutes äußert sie tiefe Desillusionierung über die Blindheit gegenüber Antisemitismus und die Doppelmoral im Feminismus. Ihr Weg, geprägt von totalem Engagement, offenbart innere Spannungen im zeitgenössischen Aktivismus.

Von KI berichtet

Women's political participation in Latin America and the Caribbean has grown over the past 25 years, yet it faces rising discrimination and violence amplified by cyberspace. A UNDP report notes that, despite gains like 36.5% of congressional seats held by women in 2024, digital violence intimidates and discredits female leaders. These attacks, including cyberstalking and deepfakes, discourage involvement and reinforce inequalities.

In einem Interview mit Le Monde analysieren die Spezialisten Nicolas Lebourg und Baptiste Roger-Lacan die Auswirkungen des Berufungsprozesses der Assistenten des Front national auf die politische Zukunft von Marine Le Pen. Sie stellen fest, dass das Rassemblement national (RN) diesen Fall nutzt, um seine Opfererzählung gegenüber dem Justizsystem zu stärken. Dieser Kontext passt in eine globale Welle der extremen Rechten, die in einer Sonderausgabe der Zeitung beleuchtet wird.

Diese Website verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies für Analysen, um unsere Website zu verbessern. Lesen Sie unsere Datenschutzrichtlinie für weitere Informationen.
Ablehnen