Kabinettssekretär Mutahi Kagwe hat Pläne vorgestellt, Kenias Zuckerfabriken mithilfe von Bagasse-Abfällen in bedeutende Stromerzeuger zu verwandeln. Die Initiative zielt darauf ab, das nationale Stromnetz zu stärken und gleichzeitig neue Einnahmequellen für den Sektor zu erschließen.
Bei der West Valley Sugar Company produziert das Kraft-Wärme-Kopplungssystem derzeit fünf Megawatt Strom aus etwa dreißig Prozent der verfügbaren Bagasse. Bei voller Auslastung könnte die Leistung fünfzehn Megawatt erreichen.
Kagwe sagte: „West Valley produziert mit nur einem Bruchteil seiner Bagasse fünf Megawatt Strom. Wenn die Fabrik mit voller Kapazität betrieben würde, könnte sie bis zu fünfzehn Megawatt erzeugen.“ Er forderte Energieminister Opiyo Wandayi auf, die Rahmenbedingungen zu beschleunigen, die es den Mühlen ermöglichen, überschüssigen Strom an das nationale Stromnetz zu verkaufen.
Der stellvertretende Präsident Kithure Kindiki hatte zuvor den Fokus der Regierung auf landwirtschaftliche Wertschöpfung und Ethanolproduktion betont. Kenia weitet zudem die Produktion von Biokraftstoffen aus, um die Abhängigkeit von importierten Kraftstoffen zu verringern, wobei die Zuckerproduktion nach der Verpachtung der Fabriken um zweiundzwanzig Prozent gestiegen ist.