Die kenianische Regierung hat den Mindestpreis für Zuckerrohr von 5.750 Ksh auf 5.500 Ksh pro Tonne gesenkt, ein Schritt, von dem eine Senkung der Zuckerpreise im Einzelhandel erwartet wird. Der Geschäftsführer des Kenya Sugar Board, Jude Chesire, erließ die entsprechende Anweisung am 24. April 2026. Die Entscheidung folgte auf umfassende Beratungen, um ein Gleichgewicht zwischen den Einkommen der Landwirte, der Rentabilität der Mühlen und den Marktbedingungen zu finden.
Das Kenya Sugar Board wies alle Mühlenbetreiber an, den neuen Mindestpreis von 5.500 Ksh pro Tonne mit sofortiger Wirkung zu übernehmen und eine fristgerechte Auszahlung an die Landwirte sicherzustellen, wie es in der Mitteilung vom 24. April 2026 heißt. „Hiermit möchten wir Sie darüber informieren, dass der neue Zuckerrohrpreis von 5.500 Ksh pro Tonne mit sofortiger Wirkung genehmigt wurde. Dieser neue Preis ist im regionalen Vergleich hoch“, erklärte Chesire.
Das 4. Interimskomitee für Zuckerrohrpreise traf diese Entscheidung nach einer Überprüfung der Marktbedingungen und Beratungen mit Vertretern der Branche. Einige Mühlenbetreiber hatten aufgrund steigender Kosten und sinkender Zuckerpreise eine Senkung auf 5.000 Ksh pro Tonne vorgeschlagen, doch die Regierung entschied sich für 5.500 Ksh, um die Landwirte zu schützen.
Die Anpassung fällt mit einer höheren Zuckerproduktion im Jahr 2026 zusammen, die durch ein größeres Angebot an Zuckerrohr, eine verbesserte Fabrikauslastung und die Wiedereröffnung ehemals stillgelegter staatlicher Fabriken unter privater Verwaltung begünstigt wurde. Dieser Überschuss hat die Einzelhandelspreise für einen 50-Kilogramm-Sack Zucker von etwa 7.000 Ksh auf 6.000 bis 6.100 Ksh gedrückt.
Trotz der Kürzung verdienen kenianische Landwirte pro Tonne mehr als ihre Kollegen in Tansania mit etwa 4.900 Ksh oder in Uganda mit 4.500 Ksh, merkte die Regierung an.