Landwirtschaftsminister Mutahi Kagwe hat einen Regierungsplan vorgestellt, um das Einkommen von Kleinbauern im Teesektor von 59 Kenia-Schilling pro Kilogramm im Jahr 2022 auf 100 Kenia-Schilling bis 2027 zu steigern. Er gab dies am Donnerstag in Embu während der Veröffentlichung des Leistungsberichts 2025 der kenianischen Teeindustrie bekannt. Die Initiative umfasst ein vergünstigtes Darlehen in Höhe von 3,7 Milliarden Kenia-Schilling für die Modernisierung der Fabriken.
Landwirtschaftsminister Mutahi Kagwe stellte den Plan am Donnerstag, den 2. April, in der Rukuriri Tea Factory im County Embu anlässlich der Veröffentlichung des Leistungsberichts 2025 der kenianischen Teeindustrie vor. Er erklärte, dass die Reformen Teil der Bottom-Up Economic Transformation Agenda (BETA) seien, um die Wettbewerbsfähigkeit, den Marktzugang und das Einkommen der Landwirte zu erhöhen.
"Um das BETA-Ziel zu erreichen, das darauf abzielt, das Einkommen der Kleinbauern von 59 Kenia-Schilling im Jahr 2022 auf 100 Kenia-Schilling pro Kilogramm Grünblatt bis 2027 zu steigern, setzen wir die folgende 10-Punkte-Agenda sowie transformative Maßnahmen um", sagte Kagwe.
Die Regierung wird eine Kreditfazilität in Höhe von 3,7 Milliarden Kenia-Schilling für die Modernisierung der Fabriken zu einem vergünstigten Zinssatz von 5 Prozent bereitstellen, um Maschinen aufzurüsten und die Produktion von orthodoxem Tee auszuweiten. Weitere Maßnahmen beinhalten Kostensenkungen durch neue Managementverträge, die die Vermittlungsgebühren von 2,5 Prozent auf 1,5 Prozent senken, die Abschaffung der Mehrwertsteuer auf Tee sowie die Steuerbefreiung für Verpackungsmaterialien. In Mombasa wird ein Labor eingerichtet, um Pestizidrückstände, Schwermetalle und Verunreinigungen zu untersuchen.
Die Behörden zielen darauf ab, das Teeüberangebot und die unverkauften Bestände in Mombasa durch nachhaltige Finanzierung für Forschung, Marktentwicklung und Infrastruktur zu bewältigen. Die Pläne umfassen zudem eine E-Commerce-Plattform, die Produzenten direkt mit Käufern verbindet, eine strengere Überwachung des unerlaubten Verkaufs von Grünblättern, die Festlegung von Qualitätsstandards sowie ein Programm zur Verbesserung leistungsschwacher Fabriken.
Die Initiative reagiert auf die Klagen der Landwirte über geringe Einkünfte infolge sinkender Boni im Zeitraum 2024/2025 sowie auf den Vorschlag der KTDA vom Januar, die monatlichen Zahlungen aufgrund von Liquiditätsproblemen und globalen Preisschwankungen auf 30 Kenia-Schilling pro Kilogramm, beziehungsweise 26 Kenia-Schilling in einigen Regionen des Rift Valley, zu begrenzen.