Am 88. Jahrestag der Enteignung von Erdöl kündigte Pemex-Direktor Víctor Rodríguez Padilla eine beratende Erdölkommission an, die von Cuauhtémoc Cárdenas Solórzano geleitet werden soll, sofern er den Vorsitz übernimmt. Sie wird die Trends in der Kohlenwasserstoffindustrie analysieren, um strategische Entscheidungen zu unterstützen. Energieministerin Luz Elena González Escobar und Präsidentin Claudia Sheinbaum betonten den Fortschritt und die Energiesouveränität.
Am 18. März 2026 kündigte Pemex-Generaldirektor Víctor Rodríguez Padilla anlässlich des 88. Jahrestages der Enteignung von Erdöl im Jahr 1938 die Einrichtung einer beratenden Erdölkommission an. Sie wird nationale und internationale Trends, Bedingungen und Aussichten in der Kohlenwasserstoffindustrie untersuchen, um die strategischen Entscheidungen des staatlichen Unternehmens in Zeiten der Marktvolatilität und der Energiewende zu unterstützen. Rodríguez Padilla schlug Cuauhtémoc Cárdenas Solórzano für den Vorsitz der Kommission vor und würdigte damit dessen Erfahrung im Energiesektor, sofern er das Amt annimmt. Pemex möchte nach der Verfassungsreform von 2024 seine Rolle als souveräner Energieversorger stärken. Energieministerin Luz Elena González Escobar erklärte, dass die jüngsten Gesetzesänderungen Pemex und die Bundeskommission für Elektrizität (CFE) gestärkt hätten und zu mehr Energiegerechtigkeit und Nachhaltigkeit führten. "Heute bestätigen die Energie und die Ressourcen unseres Landes, was sie sind: ein unersetzliches strategisches öffentliches Gut", sagte sie. Zu den wichtigsten Fortschritten gehören eine stabilisierte Ölproduktion, eine durchschnittliche Raffinerieproduktion von 1,2 Millionen Barrel pro Tag im Jahr 2025 und ein Schuldenabbau von 19 % zwischen 2018 und 2025. Präsidentin Claudia Sheinbaum erinnerte an die von Lázaro Cárdenas del Río am 18. März 1938 verfügte Enteignung und stellte sie dem späteren Rückgang gegenüber, der sich beispielsweise in einem Rückgang der Investitionen in Exploration und Produktion um 55 % von 2012 bis 2018 niederschlägt. Zwischen 2004 und 2008 produzierte Mexiko täglich mehr als 3 Millionen Barrel zu Preisen von fast 100 Dollar pro Barrel, was Überschüsse in der Größenordnung von drei oder vier Raffinerien in Dos Bocas ergab. Sheinbaum wies auf Herausforderungen wie die Abhängigkeit von 75 % importiertem Erdgas hin und räumte der Steigerung der heimischen Produktion zusammen mit erneuerbaren Energien Vorrang ein. "Jeder Tag bedeutet im Moment, die Energiesouveränität voranzutreiben und die nationale Erdgasproduktion zu steigern, was neben den erneuerbaren Energiequellen das nächste Ziel ist", erklärte sie.