Kubanische Regierung erlaubt Auswanderern, auf der Insel zu investieren

Der stellvertretende Ministerpräsident Oscar Perez-Oliva kündigte an, dass Kubaner im Ausland Partnerschaften mit privaten und staatlichen Unternehmen in Kuba eingehen, Bankkonten eröffnen und Grundstücke in Nutznießung erhalten können. Die Maßnahmen zielen darauf ab, inmitten der US-Sanktionen Finanzmittel der Diaspora anzuziehen. Die Ankündigung folgt auf Havannas jüngstes Eingeständnis eines Dialogs mit Washington.

Am 16. März 2026 erklärte Oscar Perez-Oliva, stellvertretender Ministerpräsident und Minister für Außenhandel und Auslandsinvestitionen, in der Sendung Mesa Redonda, dass im Ausland lebende Kubaner durch verschiedene Vereinbarungen Partnerschaften mit privaten und staatlichen Unternehmen in Kuba eingehen können. Diese beschränken sich nicht auf Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen (KKMU), sondern erstrecken sich auf Großprojekte wie Infrastruktur, Tourismus, Bergbau und Energie, so der Großneffe von Fidel und Raul Castro. Sie können auch Konten in Fremdwährung bei kubanischen Banken eröffnen und Land als Nutznießung für produktive Unternehmungen, insbesondere in der Landwirtschaft, erhalten. Perez-Oliva sagte, Kuba sei trotz der Sanktionen offen für flüssige Handelsbeziehungen mit US-Unternehmen und Kubanern in den Vereinigten Staaten. In einem NBC News-Interview Stunden zuvor bestätigte er, dass das Regime Investitionen in den Privatsektor zulassen werde. Die Erklärungen kommen drei Tage, nachdem Havanna zugegeben hat, einen Dialog mit Washington aufzunehmen, was zuvor abgelehnt worden war. Die derzeitigen Gesetze verbieten Kubanern im Ausland Partnerschaften mit KKMU, erlauben aber die Beteiligung an Joint Ventures oder ausländischen Unternehmen. Regierungschef Miguel Diaz-Canel kündigte solche Maßnahmen am 13. März an. Der Rechtsanwalt Eloy Viera Canive von elTOQUE Juridico sieht darin einen Versuch, die Beziehungen zur Diaspora zu normalisieren, die in der Wirtschaftskrise eine wichtige Quelle für Überweisungen ist. Er weist jedoch auf Widersprüche zu den Migrationsgesetzen hin, die vor zwei Jahren verabschiedet, aber noch nicht umgesetzt wurden, und betrachtet sie als kontrollierte Gesten für das politische und wirtschaftliche Überleben.

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