Mit Unterstützung von Landbesitzern in El Queremal, Dagua, treibt die CVC einen biologischen Korridor voran, um das Zusammenleben von Raubkatzen und der lokalen Viehwirtschaft zu sichern.
Die Corporación Autónoma Regional del Valle del Cauca (CVC) arbeitet in Zusammenarbeit mit Landbesitzern am Ausbau eines biologischen Korridors in El Queremal, Dagua. Das Projekt konzentriert sich auf Grundstücke, auf denen es zu Angriffen von Raubkatzen auf Viehbestände gekommen ist, mit dem Ziel, die Risiken für das Vieh zu verringern, ohne dabei die Wildtiere zu vertreiben. Es kommen Instrumente des Landschaftsmanagements sowie ein System für Zahlungen für Umweltdienstleistungen zum Einsatz. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören die Installation von Elektrozäunen zur Trennung des Viehs von den von Raubkatzen bewohnten Waldgebieten sowie die Einrichtung von Eiweißbanken und Tränken in sicheren Zonen. Jefferson Orejuela, Koordinator der UGC Anchicayá Alto bei der CVC, erklärte: „Das Ziel ist das Zusammenleben. Wir wollen weder die Raubkatze vertreiben noch den Landwirt dazu zwingen, seine produktive Tätigkeit aufzugeben. Mit fachlichem Können und Respekt vor der Natur schützen wir die Artenvielfalt und die Lebensgrundlage der Familien“. Umweltschulungen thematisieren Mythen über Raubkatzen und unterstreichen deren Rolle als Schirmarten. Kamerafallen des Red Otus-Netzwerks der CVC überwachen die Tierwelt und liefern Daten zur Stärkung der Strategie. Die Anwohner haben ihre Unterstützung für die Initiative bekundet, die Umweltschutz mit der Sicherheit der Viehbestände in Einklang bringt.