Dalits berichten von getrennter Mahlzeit bei Tempelveranstaltung in Junagadh, Polizeianzeige erstattet

Mitglieder der Dalit-Gemeinschaft im Dorf Bhutdi, Distrikt Junagadh, Gujarat, gaben an, sie seien aufgefordert worden, ihr eigenes Geschirr mitzubringen und nach den anderen getrennt zu essen, anlässlich der Einweihung eines Lord-Ram-Tempels. Der 25-jährige Ajay Chatur Boricha reichte Klage gegen fünf Personen ein. Die Polizei hat ein Verfahren eingeleitet und Ermittlungen aufgenommen.

Die Einweihung eines Lord-Ram-Tempels fand am Abend des 29. April im Dorf Bhutdi, Taluka Visavadar, Distrikt Junagadh, Gujarat, statt. Mitglieder der Dalit-Gemeinschaft behaupteten, dass Organisatoren am 27. April gegen 17 Uhr eine Einladung für das Abendessen nach der Veranstaltung unter Auflagen ausgesprochen hätten.

Der 25-jährige Ajay Chatur Boricha erklärte in seiner Anzeige: „Wir wurden aufgefordert, unsere eigenen Teller und Gläser mitzubringen, getrennt zubereitetes Essen zu essen, nachdem die anderen bereits gespeist hatten, und durften den Tempel selbst nicht betreten.“ Die Anzeige wurde am 28. April bei der Polizeistation Visavadar erstattet und in ein förmliches Ermittlungsverfahren (FIR) umgewandelt.

Der stellvertretende Polizeisuperintendent (DySP) Ravirajsinh Parmar erklärte: „Wir haben die Aussagen des Klägers und anderer Zeugen aufgenommen. Gegen alle Beschuldigten wurden Vorladungen gemäß BNSS 35(3) erlassen, um bei der Polizei zu erscheinen. Wir prüfen zudem, ob digitale Beweismittel vorliegen.“ Während die Pran Pratishtha stattfand, wurde das Dorfdinner abgesagt.

Die fünf beschuldigten Organisatoren – Babu Uka Hapani, Narendra Bhanji Siroya, Ramnik Samji Sorathiya, Atul Bhikha Siroya und Fula Popat Siroya – wurden gemäß den BNS-Paragrafen 196(2) zur Förderung von Feindseligkeiten zwischen Gruppen und 54 zur Anstiftung sowie gemäß den Paragrafen 3(1)r, 3(1)zaA und 3(1)zaC des SC/ST-Gesetzes wegen vorsätzlicher Beleidigung von Mitgliedern der Scheduled Castes angeklagt.

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