Der Archaeological Survey of India (ASI) hat bei der Polizei von Delhi Beschwerde gegen die Sabhyata Foundation, den 'Monument Mitra' des Purana Qila, eingereicht. Der Grund ist die unbefugte Errichtung gewerblicher Stände innerhalb des Denkmals während des Jahan-e-Khusrau World Sufi Music Festival vom 27. bis 29. März. Der ASI bezeichnete dies als Verstoß gegen die Erlaubnisbedingungen und als Gefährdung der Unversehrtheit des Geländes. Die Polizei bestätigte, die Vorwürfe derzeit zu prüfen.
Der ASI übermittelte am 27. März eine Beschwerde an das Polizeirevier Tilak Marg, in der die Sabhyata Foundation genannt und 20 Stände aufgelistet wurden, die angeblich innerhalb des Komplexes von Purana Qila errichtet worden waren. Dem Schreiben zufolge wurden die Genehmigungen unter der Bedingung erteilt, dass das Gesetz über alte Denkmäler und archäologische Stätten (AMASR Act) strikt eingehalten wird, welches kommerzielle Aktivitäten oder Markenwerbung innerhalb geschützter Räumlichkeiten untersagt.
R K Patel, leitender Archäologe des ASI-Bezirks Delhi, erklärte gegenüber The Indian Express: "Wir wurden von unseren Mitarbeitern vor Ort darauf aufmerksam gemacht, dass Verkaufsstände errichtet wurden... für die keine Erlaubnis erteilt worden war. Wir haben mit den Organisatoren gesprochen, doch das half nichts. Daher wandte sich unser Personal... schriftlich an die Polizei."
Das jährliche Jahan-e-Khusrau-Festival wird von der Rumi Foundation organisiert, die 2001 vom Filmemacher Muzaffar Ali gegründet wurde. Die Ausgabe 2026 war die erste im Purana Qila, wobei die Ticketpreise auf Plattformen wie BookMyShow zwischen 2.500 und 10.000 Rupien lagen. Die Sabhyata Foundation, die im April 2024 im Rahmen des Programms 'Adopt a Heritage 2.0' zum 'Monument Mitra' ernannt wurde, betreut fünf Wahrzeichen in Delhi, darunter auch das Purana Qila.
ASI-Beamte vor Ort berichteten von einer Auseinandersetzung zwischen Sicherheitskräften und dem Veranstaltungspersonal, als diese aufgefordert wurden, die Stände in den Bereich des Burggrabens zu verlegen. Ein hochrangiger Polizeibeamter bestätigte: "Wir prüfen derzeit alle Vorwürfe, nachdem wir die Vertragsunterlagen durchgesehen haben." Die Sabhyata Foundation reagierte nicht auf Bitten um Stellungnahme.