Im Nachgang des Silvesterbrands im Le Constellation in Crans-Montana, bei dem mindestens 40 Tote und über 100 Verletzte zu beklagen sind, beschreiben Zeugen Panik, Heldentum und eine mögliche Ursache durch Wunderkerzen. Die Schweiz hat Nationaltrauer ausgerufen, die Präsidentin nennt es eine der schlimmsten Tragödien des Landes; schwedische Royals haben Kondolenzbekundungen gesendet.
Update zum Brand in der Crans-Montana-Bar
Nach dem verheerenden Brand in der Le Constellation-Bar in Crans-Montana, Kanton Wallis – der wie zuvor berichtet im Keller begann und sich rasch über das Holzdach ausbreitete, mit mindestens 40 Toten und über 100 Verletzten – heben neue Berichte das Chaos und den Mut am Ort hervor.
SVT-Korrespondent Christoffer Wendick berichtete vor Ort: „Es ist ein Albtraum, aus dem man hier nicht aufwacht. Der Schock und der Geruch von Brandrauch lastet schwer über dem Skigebiet.“ Er beschrieb Personen, die ihr Leben riskierten, um andere über die enge Kellertreppe zu retten, und tragische Fälle von Rauchvergiftung trotz Flucht.
Überlebender Axel mutmaßte: „Ich habe es nicht genau gesehen, aber wahrscheinlich waren es Champagnerflaschen mit Wunderkerzen, die zu nah ans Decke kamen.“ Am nächsten Tag erschienen Zelte und Trauerkerzen vor dem Lokal. Wendick ergänzte: „Das ist eine so kleine Stadt, dass jeder jemanden kennt, der betroffen ist. Nationaltrauer wurde für mindestens fünf Tage ausgerufen, aber natürlich reicht das nicht, um das hier zu verarbeiten.“
Die Schweizer Präsidentin bezeichnete es als „eine der schlimmsten Tragödien, die das Land erlebt hat.“ Das schwedische Königspaar übermittelte Kondolenz an Präsident Guy Parmelin: „Die Königin und ich möchten unser tiefstes Beileid aussprechen für die tragischen Todesfälle und die vielen Verletzten im schrecklichen Brand in Crans-Montana. Wir teilen auch unser herzliches Mitgefühl mit den Familien der Opfer und dem Schweizervolk.“
Unter den mit Schweden verbundenen war die 18-jährige Ellen Söberg aus Hörby in der Nähe, ging aber kurz davor: „Es war schockierend.“ Richard Nordin, 57, hatte die Bar Stunden zuvor besucht und bemerkte ein junges, festfreudiges Publikum: „In Crans wird viel gefeiert. Es ist Champagner und ein bisschen glamourös, wie Stureplan.“ Später sah er das Chaos mit Krankenwagen und Jugendlichen in Wärmedecken.