Der Erste Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas und Präsident Miguel Díaz-Canel Bermúdez traf sich am Dienstag mit Experten und Wissenschaftlern, um Innovationsprojekte im Bereich der erneuerbaren Energien zu prüfen. Das von dem stellvertretenden Premierminister Eduardo Martínez Díaz moderierte Treffen beleuchtete Biogas- und Biomasse-Initiativen der Nationalen Gruppe der Universitäten für erneuerbare Energiequellen und Energieeffizienz (GNUFRE). Díaz-Canel betonte die dringende Notwendigkeit, diese Lösungen unter Priorisierung von Energie und Nahrungsmitteln zu integrieren.
Miguel Díaz-Canel Bermúdez leitete am Dienstagnachmittag ein Treffen mit Experten für die Energiewende. Zu den Teilnehmern gehörten die stellvertretenden Premierminister Inés María Chapman Waugh und Eduardo Martínez Díaz sowie die Leiter von Minem (Vicente La O Levy), MES (Walter Baluja García) und CITMA (Armando Rodríguez Batista) sowie Universitätsdirektoren per Videokonferenz.
Die GNUFRE wurde 2019 im Anschluss an die Richtlinie zur prospektiven Entwicklung erneuerbarer Energiequellen bis 2030 aus dem Jahr 2014 gegründet und vereint alle Hochschuleinrichtungen mit Energiekompetenzen. Sie ging aus einer Regierungskommission hervor und umfasst Universitäten wie die in Sancti Spíritus, Villa Clara, Havanna und die CUJAE, die später um Einrichtungen in Oriente, Cienfuegos und Matanzas erweitert wurde.
Dr. Manuel Alejandro Rubio Rodríguez, GNUFRE-Koordinator und Professor an der Zentralen Universität Marta Abreu von Las Villas, stellte Projekte vor, darunter Martí für Biomethan in Fahrzeugen, Managuaco für Haushaltsbiogas aus Viehabfällen, La Pastora für die Abwasserbehandlung und die Wiederherstellung des Biodigesters der Zuckerfabrik Heriberto Duquesne. Er schlug außerdem Wertschöpfungsketten für forstwirtschaftliche Biomasse sowie ein neues Modell für die Zuckerindustrie zur Erzeugung von Strom, Kraftstoffen und Tierfutter vor.
Nach einer fast einstündigen Debatte hob Díaz-Canel das vorhandene Fachwissen hervor und forderte eine stärkere Integration. „Heute sind die beiden Prioritäten Nahrung und Energie, und sie hängen eng miteinander zusammen“, erklärte er und drängte auf eine rasche Nutzung aller erneuerbaren Quellen.