Ellevios Verdreifachung der Stromgebühr ab 2025 zwingt Schnellladestationen auf Orust zur Schließung. Orust, einst das dichteste Gebiet Schwedens mit Ladestationen, droht nun, gar keine mehr zu haben, nachdem vier von fünf Abonnements im Dezember gekündigt wurden. Betroffene nennen die Erhöhung unangemessen, Ellevio macht die Politik dafür verantwortlich.
Orust, eine Insel in Västra Götaland, ist von der schwedischen Gemeinde mit dem dichtesten Netz an Ladestationen für Elektrofahrzeuge dazu übergegangen, ein vollständiges Fehlen von Schnellladern zu riskieren. Der Grund ist Ellevios Entscheidung für 2025, die Stromgebühr zu verdreifachen, was den Betrieb für die Betreiber untragbar macht. Im Dezember wurden vier von fünf Abonnements gekündigt, und die letzte Ladestation in Henån hängt an einem seidenen Faden. Lars Carlsson von der Orust Kretsloppsakademi äußert Frustration: «Wir haben gegen diese völlig verrückte Erhöhung Einspruch eingelegt, aber niemand hat zugehört.» Ellevio bedauert die Entwicklung, behauptet aber, nicht eingreifen zu können. In einer Stellungnahme gegenüber Dagens Nyheter heißt es: «Wir wünschen nicht, dass ein Kunde seine Operationen einstellt.» Sie argumentieren, dass die Strafgebühren eine bedauerliche Ausnahme sind, die Politiker lösen müssen. Der Energieberater Claes Hemberg kritisiert Ellevios Vorgehen als tonlos: «Es ist eine unangemessene Schockerhöhung der Gebühr. Unternehmen müssen ihren Kunden begegnen.» Die Situation beleuchtet Spannungen zwischen Netzausbau und Elektrifizierungsanforderungen in Schweden, wo hohe Gebühren die Ausweitung der Ladeinfrastruktur bedrohen.