Der Generaldirektor der Energy and Petroleum Regulatory Authority, Daniel Kiptoo, der Geschäftsführer der Kenya Pipeline Company, Joe Sang, und der Hauptstaatssekretär für Erdöl, Mohamed Liban, sind nach Festnahmen im Zusammenhang mit einem 4-Milliarden-Ksh-Kraftstoffskandal zurückgetreten. Beamte sollen Bestandsdaten manipuliert haben, um unregelmäßige Beschaffungen außerhalb des Regierungsabkommens zu ermöglichen. Das Büro von Präsident William Ruto bezeichnete den Deal als eklatanten Verstoß, der minderwertigen Kraftstoff betraf.
Die Directorate of Criminal Investigations (DCI) nahm am Donnerstag bzw. Freitag den Generaldirektor der EPRA, Daniel Kiptoo, den KPC-Geschäftsführer Joe Sang, den Hauptstaatssekretär für Erdöl, Mohamed Liban, und den stellvertretenden Erdöl-Direktor Joseph Wafula fest. Sie sollen Kraftstoffbestandsdaten im Inland gefälscht haben, um das Energie- und Erdölministerium dazu zu bewegen, eine Notfalllieferung im Wert von 4 Milliarden Ksh unregelmäßig zu beschaffen. Der Kauf umging den G2G-Rahmenvertrag mit den Golfstaaten, erfolgte zu überhöhten Preisen und betraf minderwertigen Kraftstoff.
Die Ladung traf auf der MV Paloma ein, die von Angola nach Mombasa umgeleitet wurde und über 60.000 Tonnen von Saudi Aramco geladen hatte. Sie wurde zwischen dem 27. und 29. März 2026 gelöscht und aufgrund hoher Schwefelwerte beanstandet. Die DCI beschlagnahmte über 100 Millionen Ksh in bar in den Wohnungen der Verdächtigen.
Das Büro von Präsident Ruto bestätigte durch ein Schreiben von Felix Koskei vom 4. April 2026 die Rücktritte von Liban, Sang und Kiptoo. Darin hieß es: „Die betreffende Lieferung wurde unter eklatantem Verstoß gegen den G2G-Rahmenvertrag beschafft, zu einem Preis, der deutlich über den vertraglich vereinbarten Sätzen lag, unter völliger Missachtung etablierter Notfallbeschaffungsverfahren und wies eine minderwertige Qualität auf.“ KPC leitete Disziplinarverfahren gegen Wafula und den Versorgungsmanager Joel Mburu ein.
Der Senator von Kakamega, Boni Khalwale, forderte die Festnahme oder den Rücktritt des Energieministers Opiyo Wandayi wegen Unfähigkeit. Der Abgeordnete von Kiharu, Ndindi Nyoro, behauptete, es gäbe verborgene Interessen in der Kraftstoffversorgungskette. Die Regierung versprach gründliche Untersuchungen und Korrekturmaßnahmen.