Das Nationale Exekutivkomitee des kenianischen Fußballverbandes (FKF) hat Präsident Hussein Mohammed, das Mitglied Abdullahi Yussuf Ibrahim und den amtierenden Geschäftsführer Dennis Gicheru wegen Vorwürfen finanzieller Unregelmäßigkeiten in Höhe von 42 Millionen Kenia-Schilling aus CHAN-Mitteln suspendiert. Der stellvertretende Präsident Macdonald Mariga wurde bis zum Abschluss der Untersuchungen zum amtierenden Präsidenten ernannt. Die Entscheidung wurde am 24. April von neun der 14 Mitglieder des Exekutivkomitees getroffen.
Das Nationale Exekutivkomitee des FKF hielt eine hochrangige Sitzung ab und wies Präsident Hussein Rashid Mohammed, das Exekutivkomitee-Mitglied Abdullahi Yussuf Ibrahim und den amtierenden Geschäftsführer Dennis Gicheru an, ihre Ämter mit sofortiger Wirkung ruhen zu lassen. Dies ermöglicht Untersuchungen durch den FKF sowie nationale und internationale Gremien bezüglich der mutmaßlichen finanziellen Unregelmäßigkeiten bei öffentlichen Geldern und Verstößen gegen gesetzliche Bestimmungen. Der stellvertretende Präsident Macdonald Mariga wurde angewiesen, als Präsident zu fungieren und eine dringende Sitzung des Exekutivkomitees einzuberufen. Alle Bankkonten des FKF, die mit dem suspendierten Präsidenten in Verbindung stehen, wurden eingefroren, um Beweise zu sichern. Das Komitee forderte eine unabhängige forensische Prüfung der Gelder von CAF, FIFA und dem Sportministerium. Zu den Vorwürfen gehören die Veruntreuung von etwa 42 Millionen Kenia-Schilling aus CHAN-Konten, Interessenkonflikte und die Vergabe von Aufträgen ohne Ausschreibung. Mohammed wies die Vorwürfe am Donnerstag zurück und bezeichnete sie als bösartige Kampagne. „Sobald ich mit dem Prozess begann, im Verband aufzuräumen, war es unvermeidlich, dass die Korruption zurückschlagen würde“, sagte er. „Durch eine solch bösartige Kampagne kann ein lebenslanges Opfer, Engagement und Investitionen, um unser soziales Gefüge durch Sport zu stärken, einfach in Rauch aufgehen. Der Ruf ist für immer ruiniert. Das werde ich nicht zulassen.“ Drei Mitglieder des Exekutivkomitees – Charles Njagi, Ahmedqadar Mohammed Dabar und Kenneth Rungu – nahmen nicht an der Sitzung teil. Das Komitee nannte die Wiederherstellung des öffentlichen Vertrauens und die Wahrung der Integrität des kenianischen Fußballs als Hauptgründe für die Maßnahme.