Führungskrise in der Gemeinde Nelson Mandela Bay: Interimsleiter belasten Verwaltung

Die Metropolgemeinde Nelson Mandela Bay kämpft mit einem Führungsvakuum. Laut Oppositionsparteien werden Positionen entgegen gesetzlicher Vorgaben von kommissarischen Leitern besetzt, was zu Millionenverlusten führt. Die Krise hat bereits den Verlust von Fördermitteln und Beeinträchtigungen bei der Dienstleistungsversorgung zur Folge, wie bei einer Anhörung vor einem Parlamentsausschuss deutlich wurde. Die DA hat Strafanzeige gegen Bürgermeisterin Babalwa Lobishe wegen angeblicher Falschaussagen vor dem Parlament erstattet.

Die Gemeinde Nelson Mandela Bay hat derzeit nur einen festangestellten Exekutivdirektor, Tabiso Mfeya im Bereich Siedlungswesen. Sieben weitere Abteilungen werden von kommissarischen Kräften geleitet, deren Amtszeit das gesetzliche Limit von sechs Monaten überschritten hat, was oppositionelle Ratsmitglieder als rechtswidrig einstufen.

Über einen Zeitraum von 29 Monaten hat die Metropolgemeinde seit Oktober 2023 5,8 Millionen Rand für das Gehalt der suspendierten Stadtmanagerin Noxolo Nqwazi sowie für Vertretungszulagen ausgegeben. Lonwabo Ngoqo, der COO, fungiert seit dem 30. September 2025 als kommissarischer Stadtmanager; trotz Verlängerungen war er im Januar 2026 ohne formelle Ernennung tätig, was Zweifel an der Gültigkeit seiner Entscheidungen aufwirft.

Berichten zufolge verlor die Gemeinde 1,6 Milliarden Rand an Fördergeldern des National Treasury, da kein ordnungsgemäßer Rechnungsprüfer bestellt war. EFF-Sprecher Sinawo Thambo kritisierte die Verzögerungen und betonte, dass den Bewohnern notwendige Mittel für Dienstleistungen vorenthalten würden. ACDP-Ratsmitglied Lance Grootboom forderte eine Intervention des Cogta-Ministeriums gemäß Paragraf 145.

Während der Sitzung des Cogta-Portfolioausschusses am 24. und 25. März musste sich Bürgermeisterin Babalwa Lobishe wegen Versäumnissen wie etwa unregelmäßiger Vertragsvergaben verantworten. Ihr Stabschef Mlungisi Lumka warf ihr vor, das Parlament belogen zu haben. Die DA-Abgeordnete Marina van Zyl reichte am 5. April gemäß dem Powers and Privileges Act Strafanzeige gegen Lobishe ein.

Ausschussvorsitzender Zweli Mkhize betonte die Notwendigkeit strikter Rechenschaftspflicht. Gemeindesprecher Sithembiso Soyaya erklärte, dass unbefristete Anstellungen Priorität hätten, um die Stabilität zu gewährleisten.

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