Das chilenische Umweltministerium gab den Rückzug von 43 obersten Dekreten vom Amt des Rechnungsprüfers bekannt, darunter das Dekret Nr. 3 aus dem Jahr 2025 für den Luftreinhaltungsplan von Puerto Aysén. Der Plan, der 2021 nach der Installation von Überwachungsgeräten im Jahr 2018 eingeleitet wurde, umfasste über drei Jahre hinweg zahlreiche Interessengruppen. Fernando Becerra kritisiert den Schritt als Rückschlag für die Umsetzung.
In einem Leserbrief an La Tercera drückt Fernando Becerra sein Bedauern über den Rückzug des Dekrets Nr. 3 von 2025 aus, das den Luftreinhaltungsplan für Puerto Aysén und die umliegenden Gebiete festlegt. Das Umweltministerium kündigte dies am Dienstag jener Woche an und zog insgesamt 43 oberste Dekrete vom Amt des Rechnungsprüfers zurück. Messgeräte für die Luftqualität wurden 2018 installiert, aber die Bearbeitung des Plans begann 2021 unter Beteiligung von sechs SEREMIs, der Umweltaufsichtsbehörde, SERVIU, CONAF, der Stadtverwaltung, Forschungseinrichtungen, Privatunternehmen, Bürgerorganisationen und Stiftungen. Die öffentliche Akte listet über 174 Dokumente, neun Sitzungen des operativen Ausschusses, vier des erweiterten operativen Ausschusses sowie eine Bürgerkonsultation auf. Das endgültige Projekt wurde am 22. Juli 2025 nach mehr als drei Jahren an das Generalsekretariat des Präsidentschaftsministeriums gesandt. Becerra erklärt: 'Es ist bedauerlich, dass ein Plan, der so viel Zeit in Anspruch genommen hat, regierungsübergreifend war und viele Akteure einbezog, nun vor einem weiteren Hindernis steht, das seine Umsetzung verlangsamt.' Er fügt hinzu, dass, falls das Ziel der aktuellen Regierung darin bestand, Projekte zu beschleunigen, diese Maßnahme in die entgegengesetzte Richtung zu gehen scheint.