In ihren ersten Tagen zog die neue Regierung von José Antonio Kast 43 frühere Umwelterlasse zurück, darunter Schutzmaßnahmen für das Darwin-Fröschchen und den Humboldt-Pinguin, was auf Kritik stieß. Nach dem Aufschrei der wissenschaftlichen Gemeinschaft wurde das Frosch-Dekret schnell erneut bei der Kontrollbehörde eingereicht. Präsidentschaftskandidatin Evelyn Matthei mahnte ein Gleichgewicht zwischen Wachstum und dem Erbe der Natur an.
Die Regierung von José Antonio Kast verfolgte in ihrer ersten Woche unter dem Motto einer 'Notregierung' ein hohes Tempo bei Maßnahmen, die auf Sicherheit, Wachstum und Migration abzielten, aber auch Fragen des 'Kulturkampfes' berührten, wie in Meinungsbeiträgen von La Tercera vermerkt. Bemerkenswert ist, dass sie 43 frühere Umwelterlasse zurückzog – ein historischer Bruch mit dem regierungsübergreifenden Konsens in der Umweltpolitik. Dazu gehörten Schutzmaßnahmen für den Humboldt-Pinguin und das Darwin-Fröschchen, eine vom Aussterben bedrohte Art, die nur in Chile vorkommt und von Charles Darwin entdeckt wurde. Paula Escobar schrieb: 'Intentar pasarle la aplanadora a la ranita no es una medida de sensatez, de corrección, sino de mover el péndulo hacia el otro extremo' (La Tercera, 21.03.2026). Inmitten des Aufschreis von Wissenschaftlern und Akademikern wurde das Frosch-Dekret schnell erneut bei der Kontrollbehörde (Contraloría) eingereicht, die es billigte und damit den Schutz vorerst bewahrte. Evelyn Matthei erklärte: “Chile necesita crecer y atraer grandes inversiones con agilidad, pero este progreso no puede ser a costa de nuestro patrimonio natural. Espero que la revisión de estas normativas nos permita alcanzar un equilibrio real”. In einer anderen Kolumne kritisierte Daniel Matamala das 'Überfluten' mit Maßnahmen, um umstrittene Punkte durchzuschleusen, und stellte in Frage, wie die Aufhebung des Schutzes für gefährdete Arten beim Wiederaufbau nach den Bränden in Penco helfen soll, wo Kast einen Plan mit über 40 Maßnahmen ankündigte. Der Präsident besuchte das von Waldbränden betroffene Penco, um den physischen, wirtschaftlichen und institutionellen Wiederaufbau vorzustellen. Diese Schritte erfolgen parallel zu Ankündigungen wie Begnadigungen für ehemalige Uniformierte aus der Zeit des sozialen Aufbruchs sowie Positionierungen zu Gender-Fragen bei der UNO und der OEA.