Die äthiopische Bundespolizei hat Yitbarek Dawit, bekannt als Kibrom, einen international gesuchten und berüchtigten Menschenhändler, zusammen mit seinen Komplizen in der Stadt Shire in der Region Tigray festgenommen. Der Verdächtige schleuste illegal über 3.000 Menschen ein, was zu mehr als 100 Todesfällen und über 50 Vergewaltigungen führte. Die Polizei führte operative Ermittlungen durch und übergab ihn der Justiz.
Die äthiopische Bundespolizei nahm Yitbarek Dawit, alias Kibrom, zusammen mit neun Komplizen nach einem gemeinsamen Informationsaustausch mit dem Regional Operational Centre in support of the Khartoum process (ROCK) fest.
Der Verdächtige, der in seinem Reisepass als Yitbarek Dawit Alem geführt wird, erhielt in seiner Kindheit von seiner Familie den Namen Paulos Dawit Welday. Die Polizei bestätigte, dass er Decknamen wie Adhanom Sudan, Ahmed Somalia Jibouti und Kenya sowie Kibrom in Schweden und anderen europäischen Ländern verwendete.
Unter Einsatz von Ermittlungstechnologie konnte die Polizei über 70 wichtige Menschenhändler im In- und Ausland aufspüren und festnehmen, was kürzlich zur Ingewahrsamnahme von 10 Menschenhändlern, einschließlich des Hauptverdächtigen, führte. Die Behörden beschlagnahmten das Vermögen der Gruppe und froren durch gerichtliche Anordnungen Bankkonten ein, während sie Aussagen von über 100 Opfern und deren Familien sammelten.
Das seit 2010 aktive Netzwerk rekrutierte Migranten aus Äthiopien, dem Sudan, Eritrea, Dschibuti, Kenia und Somalia und leitete sie an fünf Lösegelderpressungszentren in Libyen weiter, wo über 3 Milliarden Birr erpresst wurden. Die Polizei konnte 16 Geiseln in Libyen, dem Sudan, Belgien, England, Kanada, Norwegen, den Niederlanden, Luxemburg und der Schweiz ausfindig machen.