Fünf Personen wurden von der äthiopischen föderalen Antikorruptionskommission wegen des betrügerischen Erhalts von über 6 Millionen Birr im Zusammenhang mit einem Betrug bei der Ausstellung digitaler Landurkunden beim Addis Ababa Land Development Bureau angeklagt. Die Anklage gemäß Artikel 4 wurde vor der 5. Kammer des Federal High Court Lideta erhoben.
Addis Abeba, 25. März 2026 – Die äthiopische föderale Antikorruptionskommission hat fünf Personen wegen schwerer Korruptionsdelikte angeklagt, da sie durch betrügerische Dokumente im Zusammenhang mit der Ausstellung digitaler Landurkunden beim Addis Ababa Land Development and Administration Bureau mehr als 6 Millionen Birr erhalten haben. Bei den Beschuldigten handelt es sich um Dawit Mengistu, Samuel Kidane, Tomas Manaye, Tsion Abera und Mikael Awla. Die Anklage, die auf Artikel 4 der Richtlinie zu Korruptionsstraftaten basiert, wurde vor der 5. Kammer des Federal High Court Lideta vorgebracht. Laut Anklageschrift stellte Dawit Mengistu im Jahr 2017 äthiopischer Zeitrechnung (E.C.) eine digitale Karte für sein eigenes 3.825 Quadratmeter großes Grundstück in Yekatit 13, Kebele 13, Woreda 12 aus und forderte unter dem Vorwand angeblich erforderlicher Gebühren Bestechungsgelder von Beamten des Amtes. Weitere Beschuldigte, darunter Mitarbeiter der Behörde, arbeiteten zusammen, um vorzeitig Karten für private Investoren auszustellen und Zahlungen zu verlangen. Sie nutzten einen gefälschten Twitter-Account namens 'Mekonen Yaya' und überwiesen insgesamt 6.239.946 Birr an den vierten und fünften Beschuldigten. Den Verdächtigen wurde eine Frist bis zum 23. Megabit 2018 E.C. gewährt, um ihre Verteidigung vorzubereiten.