Das Bundes-Obergericht in Addis Abeba hat Daniel Yohannes Kess, einen Manager bei Fantek Investment, wegen Betrugs an Opfern in Höhe von über 600 Millionen Birr verurteilt. Er soll durch falsche Werbeanzeigen, in denen Investitionen in elektrische Taxis versprochen wurden, zahlreiche Personen getäuscht haben. Der Fall verdeutlicht ein betrügerisches Schema mit modernen Fahrzeugen vor dem Hintergrund der Transportprobleme in Äthiopien.
Das Bundes-Obergericht in Addis Abeba, Zweigstelle Lideta, hat durch seine 2. Sonderstrafkammer Daniel Yohannes Kess, einen Manager bei Fantek Investment, verurteilt. Er wurde gemäß den Artikeln 32(1a), 35 und 38 des Strafgesetzbuches von 1996 sowie Artikel 10(1) der Computer-Kriminalitätsproklamation 958/2008 angeklagt.
Gerichtsakten zufolge hat Kess mehr als 600 Millionen Birr erschwindelt, indem er in staatlichen, privaten und sozialen Medien Falschanzeigen schaltete, in denen elektrische Taxis zur Lösung von Transportproblemen versprochen wurden. Über 5.000 Personen sahen die Anzeigen; mehr als 1.430 registrierten sich und zahlten Vorauszahlungen: 60.000 Birr für die Registrierung und 247.500 Birr (25 % der Fahrzeugkosten) oder in einigen Fällen bis zu 950.000 Birr pro Fahrzeug, was sich auf insgesamt über 1,86 Milliarden Birr belief.
Fantek Investment, das 2013 als Halo Taxi und Halo Car gegründet wurde, behauptete, Fahrzeuge von der chinesischen Firma BYD für jeweils 1,9 Millionen Birr zu importieren, wofür eine Anzahlung von 50 % (950.000 Birr) erforderlich sei. Trotz der Versprechen einer Lieferung innerhalb von drei Monaten und fünfjähriger Garantien wurden nur etwa 100 Fahrzeuge an Kess, seine Partner und ausgewählte Begünstigte übergeben, während behauptet wurde, über 520 Fahrzeuge seien ausgeliefert worden. Es wurden 19 ähnliche Fälle eingereicht.
Die Staatsanwaltschaft gab an, dass Kess Computer zur Fälschung von Daten einsetzte, Fakten verschwieg und Opfer zum Abschluss betrügerischer Verträge verleitete, um den Schwindel zu begehen.