Europol schließt Darknet-Netzwerk mit verdächtigen Schweden

Die deutsche Polizei und Europol haben im Rahmen der Operation Alice etwa 373.000 bis 400.000 Darknet-Seiten geschlossen, auf denen grobes Kindesmissbrauchsmaterial und Betrug angeboten wird. Fünf schwedische Männer werden aufgrund eines Hinweises der deutschen Polizei verdächtigt, schwerwiegende kinderpornografische Straftaten begangen zu haben. Im Rahmen der fünfjährigen Ermittlungen wurden 440 Kunden identifiziert.

Bei der Operation Alice, die von der deutschen Polizei mit Unterstützung von Europol geleitet wurde, arbeiteten 23 Länder zusammen, um ein großes Darknet-Netzwerk zu zerschlagen. Die Operation lief vom 9. bis 19. März und richtete sich gegen Websites, die für Material über sexuellen Kindesmissbrauch und Cyberkriminalität warben. Berichten zufolge wurden über 373 000 bzw. fast 400 000 Websites mit Servern in Deutschland abgeschaltet. Viele Zahlungen erfolgten über Kryptowährungen oder Kreditkarten, aber die Lieferungen schlugen oft fehl, wie Quellen berichten. Im Rahmen der fünfjährigen Ermittlungen wurden 440 Kunden und ein 35-jähriger Mann mit Sitz in China identifiziert, der jetzt international gesucht wird. Fünf schwedische Männer wurden identifiziert und stehen im Verdacht, grobe Kinderpornografie-Delikte begangen zu haben. "Wir haben fünf verdächtige Schweden, zu denen die deutsche Polizei im Januar Informationen geliefert hat. Die Vorermittlungen laufen", sagt Lena Larsson, Ermittlungsleiterin bei Noa. Das Material wird als besonders rücksichtslos und grob beschrieben. Europol-Chefin Catherine De Bolle erklärt: "Die Operation Alice sendet eine klare Botschaft: Kriminelle können sich nirgendwo verstecken, wenn die internationale Strafverfolgungsgemeinschaft Hand in Hand arbeitet."

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