Ein 15-jähriger Junge aus Norrköping muss sich wegen schwerem Drogenschmuggels verantworten, nachdem er ein Postpaket mit 2,4 kg Kokain aus Spanien entgegengenommen hatte. Der Zoll nahm den Jugendlichen im Februar fest, nachdem die Reise des Pakets und seine Telefonkommunikation überwacht worden waren. Das Kokain hatte einen Straßenverkaufswert von rund 2,5 Millionen Kronen.
Am 3. Februar kontrollierte der Zoll in Malmö ein Postpaket aus Huelva, Spanien. Das Paket enthielt 2,4 kg Kokain mit einem Reinheitsgrad von 85 Prozent, das in neun Päckchen in einem roten Stahltank, einem sogenannten Hydrophor, versteckt war. Es war an einen 15-jährigen Jungen in Klockaretorpet, Norrköping, adressiert.
Der Zoll leitete eine Untersuchung ein und setzte Überwachungsmaßnahmen sowie geheime Zwangsmaßnahmen wie die Telefonüberwachung des Jungen ein. Am 9. Februar nahm der Junge das Paket entgegen, lagerte es in der Garage seiner Familie und baute den Tank später auseinander, um das Kokain zu entnehmen. Zollbeamte nahmen ihn unmittelbar danach fest.
Auf dem Telefon des Jungen fanden sich Signal-Chats mit Kontakten namens € und 729. Diese hatten ihm 20.000 Kronen versprochen, wenn er die Drogen bis zur Abholung aufbewahrt. In einem Chat vom 3. Februar schrieb der Junge: „Wenn die Spezialeinheit an die Tür klopft […] solltest du mir besser Twix in den Knast schmuggeln“, woraufhin € antwortete: „Bruder, du bist 15, du kommst in die Jugendstrafanstalt […] maximal 2 Monate“.
Der Junge bestreitet die Tat und behauptet, er sei ausgetrickst worden. Seit dem 30. März befindet er sich gemäß dem schwedischen Gesetz über die Betreuung junger Menschen (LVU) in Gewahrsam.