Ein elfjähriger Junge aus Västerbotten wurde nach dem Ausstieg aus einem Mordauftrag um Weihnachten 2025 gemäß dem Gesetz über die Betreuung junger Menschen (LVU) in staatliche Obhut genommen. Er sieht sich nun Drohungen der Kriminellen gegenüber, die ihn angeheuert hatten, und die Polizei stuft das Risiko als hoch ein. Das Verwaltungsgericht ordnete die Unterbringung in einer Pflegefamilie wegen Erziehungsdefiziten an.
Ein elfjähriger Junge aus Västerbotten in Nordschweden nahm laut einem Urteil des Verwaltungsgerichts gemeinsam mit einem Freund einen Auftrag an, um die Weihnachtszeit 2025 in der Gegend von Gävle einen Menschen zu ermorden. Nur zwei Stunden bevor sie den Zug nach Gävle nehmen wollten, stieg der Junge aus, da er die Risiken erkannte und befürchtete, selbst getötet zu werden. Der Freund wurde von der Polizei in Gävle festgenommen und enthüllte die Pläne, was zu einer Alarmierung der Sozialdienste führte. In der Folge erhielt der Elfjährige Drohungen von den Drahtziehern, die ihn in ihrer Schuld sahen. Die Polizei stuft das Verhalten des Jungen als risikoreich ein und sieht bei ihm ein hohes Risiko, entweder Opfer zu werden oder selbst schwere Gewaltverbrechen zu begehen. Der Junge wurde gemäß dem schwedischen Gesetz über die Betreuung junger Menschen (LVU) in einer Pflegefamilie untergebracht. Das Gericht führt als Begründung Erziehungsdefizite im Elternhaus an, die sich in zahlreichen besorgniserregenden Meldungen der Schulen über mehrere Jahre hinweg widerspiegeln. Die Sozialdienste untersuchen die Familie bereits seit 2022 aufgrund von Vernachlässigung, häuslicher Gewalt und Schulpflichtverletzungen. Nach Angaben der Polizei war der Junge an der Planung beteiligt und steht im Verdacht, Verbindungen zu einem kriminellen Netzwerk zu haben. Die Eltern haben zuvor Unterstützung abgelehnt und zeigen kein Verständnis für die Entscheidung, ihren Sohn anderweitig unterzubringen.