Ein 32-jähriges Lehrersubstitut in Gävle wird wegen 50 Fällen von Kindervergewaltigung angeklagt, die remote gegen 27 Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren begangen wurden. Die Ermittlungen begannen, als ein Mädchen Online-Missbrauch meldete, was die Polizei dazu brachte, den Mann über IP-Adresse und Snapchat zu ermitteln. Staatsanwalt Mattias Vilhelmsson bemerkt, dass die Kinder sich oft selbst die Schuld geben.
Die Ermittlungen begannen, als ein Mädchen Hilfe wegen sexuellen Missbrauchs im Internet suchte. Mittels IP-Tracking und Daten von Snapchat identifizierte die Polizei den 32-jährigen Verdächtigen aus Gävle. Eine Hausdurchsuchung führte zur Beschlagnahmung von Mobiltelefonen und Computern, auf denen Material von 26 weiteren Mädchen gefunden wurde. Die 27 Opfer sind 9 bis 14 Jahre alt, 24 leben in Schweden, die anderen in Norwegen, Dänemark und Irland. Der Mann wird nicht nur wegen der 50 Kindervergewaltigungen, sondern auch wegen schwerer Ausbeutung von Kindern zu sexuellen Posen, sexueller Belästigung, Kindesporno-Delikten und sexueller Angriffe auf Kinder angeklagt. Die Taten ereigneten sich zwischen 2020 und 2025. In dieser Zeit arbeitete er einige Jahre als Vertretungslehrer an einer Grundschule in Gävle. Laut Staatsanwalt gab es keine Berichte von Kollegen oder Schülern über ungewöhnliches Verhalten am Arbeitsplatz. Der Mann drängte die Mädchen, sexuelle Handlungen an sich selbst vorzunehmen, was als Vergewaltigung und Missbrauch gewertet wird. Er setzte Taktiken wie Beharrlichkeit, Täuschung und gelegentlich das Vortäuschen einer anderen Identität ein, um sie zu überreden. „Kinder lassen sich im Allgemeinen sehr leicht täuschen, was einer der Gründe ist, warum das Schutzalter bei 15 liegt“, sagt Mattias Vilhelmsson. Er fügt hinzu: „Die Kinder geben sich viel die Schuld“.