Ein Mann in den 60ern ist wegen schwerer Zuhälterei angeklagt, nachdem er seine Ehefrau über vier Jahre lang an mehr als 120 Männer verkauft hatte. Die Frau floh im Herbst 2025 und informierte die Polizei. Die Anklage umfasst zudem Vergewaltigung, Körperverletzung und illegale Drohungen.
Ein Mann in den 60ern wurde vor dem Bezirksgericht Sundsvall wegen schwerer Zuhälterei, acht Fällen von Vergewaltigung, vier Fällen von Körperverletzung, zwei Fällen von illegalen Drohungen sowie eines geringfügigen Dopingvergehens angeklagt. Staatsanwältin Ida Annerstedt gibt an, dass der Mann Zwangsmittel einsetzte, darunter Todesdrohungen, Alkohol und Betäubungsmittel, um die verletzliche Lage der Frau auszunutzen. Der Mann soll Online-Sexanzeigen erstellt und bearbeitet, Kundenkontakte unter dem Namen seiner Frau geführt und die auszuführenden Handlungen bestimmt haben. Die meisten Käufe fanden in ihrem gemeinsamen Zuhause in der Gemeinde Kramfors in der Provinz Västernorrland statt, wobei er sie dorthin fuhr und vor dem Haus Wache hielt. Ein Kauf erfolgte gemäß neuer Gesetzgebung digital. Die Frau floh im Herbst 2025 und wählte kurz vor der Festnahme des Mannes den Notruf 112. Ihre Opferanwältin Silvia Ingolfsdottir beschreibt den Fall als "rücksichtslose Ausbeutung" und erklärt, dass die Frau auf Gerechtigkeit hoffe. Der Mann, der zuvor als lokaler Anführer der Hells Angels identifiziert wurde und wegen Buchhaltungsvergehen angeklagt war, bestreitet die Vorwürfe. Gegen 26 Männer wurden ebenfalls Anklagen wegen des Kaufs sexueller Dienstleistungen von der Frau erhoben; viele von ihnen haben die Taten eingeräumt. Die Beweise umfassen Chat-Protokolle, Videoüberwachungsaufnahmen und Zeugenaussagen.