Die schwedische Regierung möchte nach norwegischem Vorbild eine Untersuchung zu KI-Werkzeugen einleiten, um Kinder in pornografischem Online-Material zu identifizieren. Justizminister Gunnar Strömmer (M) betont die Notwendigkeit effektiverer Methoden gegen dieses weit verbreitete Problem. Aufgrund von Datenschutzbestimmungen erfordern die Werkzeuge Gesetzesänderungen.
Die schwedische Regierung plant, inspiriert durch die Polizeiarbeit in Norwegen, die im SVT-Investigativformat „Jakten“ thematisiert wurde, eine Untersuchungskommission einzusetzen. Die Sendung zeigte, wie die norwegische Polizei KI einsetzt, um Opfer in kinderpornografischem Material schnell zu identifizieren, während die Arbeit der schwedischen Polizei weitaus zeitaufwendiger ist.
Die Tidö-Parteien drängen darauf, die schwedischen Strafverfolgungsbehörden mit ähnlichen Instrumenten auszustatten. Ziel ist der automatisierte Abgleich von Gesichtserkennungsdaten von Kindern mit Reisepassfotos aus dem Register. Justizminister Gunnar Strömmer (M) erklärte: „Ich sehe einen enormen Bedarf an Werkzeugen, die es uns ermöglichen, dieses sehr umfangreiche Problem effektiv anzugehen.“
Aktuelle Datenschutzbestimmungen verhindern derzeit die Umsetzung und erfordern weitere rechtliche Änderungen. Strömmer erläuterte: „Wir sehen, dass wir zusätzliche Gesetzesanpassungen benötigen, um diese Daten zur Identifizierung von Kriminalitätsopfern nutzen zu können.“ Er fügte hinzu, dass KI zur Qualitätssicherung mit menschlicher Beurteilung kombiniert werde.
Der genaue Zeitpunkt für die Einsetzung der Untersuchung steht noch nicht fest. „Wir möchten signalisieren, dass wir bereit sind, den nächsten Schritt zu gehen“, sagte Strömmer.