CSU politician Susanne Hierl calls for banning sex buying via Nordic Model on International Women's Day, realistic news illustration.
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Union fordert Sexkaufverbot zum Internationalen Frauentag

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Zum Internationalen Frauentag hat die rechtspolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Susanne Hierl (CSU), ein Sexkaufverbot in Deutschland gefordert. Die CDU und CSU wollen damit die unhaltbaren Zustände in der Prostitution bekämpfen und das sogenannte Nordische Modell einführen. Dieses Modell bestraft Freier und Zuhälter, entkriminalisiert aber Sexarbeiterinnen.

Die Forderung der Union nach einem Sexkaufverbot wurde zum Internationalen Frauentag von Susanne Hierl (CSU) im Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) unterstrichen. „In der Prostitution herrschen zum großen Teil unhaltbare Zustände“, sagte Hierl. „Wir sollten es deshalb mit einem Sexkaufverbot versuchen. Dass Freier ohne Strafe davonkommen, ist für mich jedenfalls der falsche Ansatz.“

Der Vorschlag orientiert sich am Nordischen Modell, das den Kauf sexueller Dienstleistungen und deren organisierte Vermittlung unter Strafe stellt, während Sexarbeiterinnen entkriminalisiert werden. Dieses Modell wird in zahlreichen europäischen Staaten, sowie in Kanada und Israel angewendet. Die Idee wurde bereits 2023 von Dorothee Bär (CSU) eingebracht. Auch Julia Klöckner und Nina Warken (beide CDU) haben sich dafür ausgesprochen. Klöckner bezeichnete Deutschland als „Puff Europas“ aufgrund der liberalen Gesetzgebung, während Warken im November gegenüber der Rheinischen Post sagte: „Deutschland darf nicht länger das Bordell Europas sein.“

Im Koalitionsvertrag ist das Nordische Modell nicht enthalten, da die SPD es ablehnt. Im Dezember 2023 setzte Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) eine Expertenkommission ein, um Vorschläge für besseren Schutz von Prostituierten zu erarbeiten. Hierl forderte zudem Ausstiegsangebote: „Wir werden Prostitution wohl nie ganz zurückdrängen, aber wir sollten die Frauen unterstützen und ihnen Ausstiegsangebote machen. Sie sollten wissen, dass sie sich nicht prostituieren müssen, sondern ihr Leben anders finanzieren können.“

Seit dem Prostitutionsgesetz von 2002 gilt Prostitution in Deutschland als normales Gewerbe. Kritiker sehen jedoch, dass Bordellbetreiber und Freier profitiert haben. Laut Statistischem Bundesamt stiegen die angemeldeten Prostituierten 2024 auf 32.300, ein Zuwachs von 5,3 Prozent zum Vorjahr, aber unter dem Vorkrisenstand von 40.400 im Jahr 2019.

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