Die nigerianische Bundesregierung hat die sofortige Schließung von 41 Bundes-Einheitsschulen landesweit angeordnet aufgrund zunehmender Sicherheitsbedrohungen durch Schülerentführungen. Diese Entscheidung folgt auf jüngste Entführungen in den Bundesstaaten Kebbi und Niger und zielt darauf ab, weitere Vorfälle zu verhindern. Der Bildungsminister hat die Maßnahme in einem Schreiben vom 21. November 2025 genehmigt.
Als Reaktion auf zunehmende Entführungen von Schülern hat die Bundesregierung 41 Bundes-Einheitsschulen im ganzen Nigeria geschlossen. Der Befehl kam vom Bildungsminister Dr. Tunji Alausa, wie in einer Erklärung von Hajia Binta Abdulkadir, Direktorin für Sekundarbildung im Bundesministerium für Bildung, mitgeteilt.
Das Rundschreiben vom 21. November 2025, mit der Referenz FME/DSSE/GM/S.160/C.11, trägt den Titel „Schließung von einundvierzig (41) Bundes-Einheitsschulen“. Darin heißt es: „Im Anschluss an die jüngsten Sicherheitsprobleme in Teilen des Landes und um Sicherheitsverletzungen zu verhindern, hat der ehrenwerte Bildungsminister die sofortige Schließung der aufgeführten Bundes-Einheitsschulen (FUCs) mit sofortiger Wirkung genehmigt (siehe Anhang). Die Schulleiter der betroffenen Schulen sollen strikte Einhaltung sicherstellen.“
Diese Maßnahme folgt der Entführung von 25 Schülerinnen der Government Girls Comprehensive Secondary School im Bundesstaat Kebbi am Montag, bei der bewaffnete Männer mit hochmodernen Waffen die Schule um 4:00 Uhr überfielen und ein Mitglied des Personals töteten. Die Polizei wurde eingesetzt, konnte die Flucht jedoch nicht verhindern. Ähnliche Ängste entstanden nach Entführungen im Bundesstaat Niger.
Nigeria hat insgesamt 104 Bundes-Einheitsschulen. Die betroffenen Einrichtungen, hauptsächlich in nördlichen Bundesstaaten, umfassen FGGC Minjibir, FTC Ganduje, FGGC Zaria und andere bis FTC Zambuk.
Präsident Bola Tinubu äußerte sich betrübt über den Vorfall in Kebbi und den Tod von Brigadegeneral Musa Uba und Soldaten im Bundesstaat Borno. In einem Post auf X am Mittwoch sagte er: „Ihre Familien und die Familien der entführten Schülerinnen sind in meinen Gebeten. Als Oberbefehlshaber der Streitkräfte bin ich tief betroffen vom tragischen Tod unserer Soldaten und Offiziere im aktiven Dienst. Möge Gott die Familien von Brigadegeneral Musa Uba und den anderen gefallenen Helden trösten.“
Die Schließungen unterstreichen anhaltende Sicherheitsprobleme und erinnern an die Entführung von fast 300 Mädchen in Chibok 2014, die weltweite Aufmerksamkeit erregte und zu weiteren Angriffen auf Schulen führte.