Chiles Finanzminister Jorge Quiroz erklärte, die Regierung prüfe Änderungen am Mechanismus zur Stabilisierung der Kraftstoffpreise (Mepco) aufgrund hoher fiskalischer Kosten durch Ölpreisanstiege im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt. Er kündigte ein Gesetzesvorhaben an, um den Fonds zur Stabilisierung der Petroleumpreise (Fepp) zu finanzieren und Preiserhöhungen bei Paraffin zu verhindern. Oppositionelle Abgeordnete kritisierten dies als Weitergabe kriegsbedingter Kosten an Familien.
Am Sonntag erläuterte Finanzminister Jorge Quiroz in Mesa Central die hohen fiskalischen Kosten des Mepco bei der Dämpfung von Kraftstoffpreis-Anpassungen an die Verbraucher. Am Montag, nach einem Treffen mit Regierungs- und Oppositionsabgeordneten, kündigte er Überprüfungen von Alternativen zur Ablösung des Mechanismus an, angesichts der chilenischen Fiskalsituation und des Nahostkonflikts in der dritten Woche ohne Aussicht auf ein baldiges Ende. Schätzungen der Exekutive zeigen, dass Ölpreisanstiege bei mehr als 100 US-Dollar pro Barrel wöchentlich 120 Millionen US-Dollar über das Mepco kosten, potenziell insgesamt 3 Milliarden US-Dollar; derzeit über 50 Millionen US-Dollar wöchentlich. „Wir müssen dieses System untersuchen und Vorschläge machen“, sagte Quiroz. Er fügte hinzu: „Was wir nicht tun können, ist an die Decke schauen und dann sagen: ‚Oh, schaut euch an, wie viel Geld wir ausgegeben haben‘“, und betonte die Bedürfnisse für Sicherheits- und Gesundheitsfinanzierung. Noch kein Gesetzentwurf, aber einer wird am Dienstag eingebracht, um den Fepp zu finanzieren, der nur noch 5 Millionen US-Dollar hat; andernfalls steigen die Paraffinpreise am Donnerstag. „Wir bemühen uns, Ressourcen bereitzustellen, aber diese Bemühung erfordert gemeinsames legislativeres Handeln“, erklärte er. Senatorin Yasna Provoste (DC) sah darin eine Unfähigkeit, die traditionelle Stabilisierung aufrechtzuerhalten: „Wir können nicht unterstützen, dass diese Regierung eine kriegsbedingte Erhöhung an Familien weitergibt.“ Senator Diego Ibáñez (Frente Amplio) merkte an: „Der Minister hat die Abschaffung des Mepco nicht ausgeschlossen“, und sie werden den Entwurf prüfen, um den Nutzen für die Bürger zu bewerten. Das Mepco wurde durch Gesetz Nr. 20.765 vom 9. Juli 2014 geschaffen und passt spezifische Kraftstoffsteuern an, um Benzin, Diesel und andere Fahrzeugkraftstoffe zu stabilisieren. Die Regierung schlägt gezielte Maßnahmen vor, wie Paraffinsubventionen für Schüler.