Die chilenische Fiscalía de Género Oriente hat ihre erste Verurteilung wegen Femizids durch Suizid erwirkt. Das 14. Garantiezivilgericht verurteilte den Angeklagten zu einer vierjährigen Freiheitsstrafe ohne Bewährung. Die Ereignisse ereigneten sich am 8. März in La Florida.
Die chilenische Fiscalía de Género Oriente hat ihre erste Verurteilung wegen Femizids durch Suizid erzielt, ein Straftatbestand, der 2022 mit dem Ley Antonia eingeführt wurde. Das Urteil des 14. Garantiezivilgerichts vom Donnerstag, dem 30. April, verurteilte den Angeklagten zu einer vierjährigen effektiven Freiheitsstrafe ohne Möglichkeit auf Ersatzstrafen.
Die Ereignisse ereigneten sich am 8. März in der Gemeinde La Florida inmitten einer Geschichte geschlechtsspezifischer Gewalt. Das Delikt bestraft diejenigen, die den Tod einer Frau durch deren Suizid als Folge vorangegangener Gewalttaten gegen sie herbeiführen, wie die Staatsanwaltschaft in den sozialen Medien erläuterte.
"Dieses Urteil stellt einen relevanten Präzedenzfall bei der strafrechtlichen Verfolgung von geschlechtsspezifischer Gewalt in unserem Land dar", betonte die Anklagebehörde. Zuvor hatte bereits die Staatsanwaltschaft von Atacama im Jahr 2025 die erste landesweite Verurteilung Chiles für dieses Verbrechen erreicht.
Das Urteil stellt einen Fortschritt bei der Durchsetzung der Gesetze gegen geschlechtsspezifische Gewalt in Chile dar.