Im Drittligaspiel zwischen Rot-Weiss Essen und SV Waldhof Mannheim wurde Torwart Felix Wienand in der 53. Minute durch einen Böller verletzt, der aus dem Gästeblock geworfen wurde. Die Partie wurde für über 45 Minuten unterbrochen, fortgesetzt ohne Wienand, der ins Krankenhaus gebracht wurde. Essen gewann schließlich 1:0.
Das Heimspiel von Rot-Weiss Essen gegen den SV Waldhof Mannheim in der 3. Fußball-Liga wurde von einem schweren Zwischenfall überschattet. In der 53. Minute detonierte ein Böller im Strafraum, woraufhin der 23-jährige Torwart Felix Wienand zu Boden ging und sich die Ohren hielt. Er wurde umgehend medizinisch versorgt und in ein Krankenhaus gebracht, wo eine erste Diagnose ein Knalltrauma und eine akute Belastungsreaktion feststellte, wie RWE auf der Plattform X mitteilte. Weitere Untersuchungen stehen an.
Der Vorfall, für den offenbar ein Fan aus Mannheim verantwortlich ist, führte zu einer Unterbrechung von mehr als 45 Minuten. Schiedsrichter Lennart Kernchen schickte die Teams in die Kabine, und das Spiel stand dicht vor dem Abbruch. Der mutmaßliche Täter wurde identifiziert und festgenommen. Nach der Pause setzte das Spiel ohne Wienand fort, der durch Tino Casali ersetzt wurde. Essen führte bereits durch ein Tor von Marek Janssen in der 31. Minute und gewann am Ende 1:0. Mannheims Stürmer Terrence Boyd erhielt in der 67. Minute die Rote Karte nach einem Foul am Gesicht eines Esseners.
Essens Trainer Uwe Koschinat äußerte sich besorgt: „Unsere Gedanken sind bei Felix. Ihm geht es wirklich nicht gut. Es geht um die Gesundheit des Spielers, die heute mutwillig aufs Spiel gesetzt wurde. Wir hoffen, dass er keine längerfristigen Schäden davonträgt.“ SV Waldhof-Trainer Luc Holtz war entsetzt: „Ich habe das in meiner Karriere noch nie erlebt. Da rückt der Fußball ins Hintertreffen.“ Der Vorfall erinnert an einen ähnlichen in der Bundesliga im Dezember 2024, als Bochums Torwart Patrick Drewes von einem Feuerzeug getroffen wurde und sein Team später einen Protest-Sieg erhielt.