Äthiopien bereitet eine neue Kraftfahrzeugsteuer vor, die voraussichtlich im Haushaltsjahr 2027/28 eingeführt wird und einen Plan zur Einnahmenaufteilung zwischen der Bundesregierung und den Regionalstaaten vorsieht.
Äthiopien bereitet die Einführung eines formellen Systems zur Einnahmenaufteilung für eine neue Kraftfahrzeugsteuer vor, die voraussichtlich im Haushaltsjahr 2027/28 in Kraft treten wird. Der Ministerrat wird den Vorschlag voraussichtlich bis Ende Dezember 2026 dem Haus der Föderation vorlegen. Bei einer Genehmigung wird der Plan einen rechtlichen Rahmen für die Aufteilung der Einnahmen aus der neuen Steuer zwischen der Bundesregierung und den Regionalstaaten schaffen.
Die Kraftfahrzeugsteuer ist Teil der Bemühungen, das inländische Steueraufkommen zu stärken und das Verhältnis von Steuern zum BIP zu erhöhen. Beamte erwarten, dass die Maßnahme im ersten Jahr etwa 0,1 Prozent des BIP und im zweiten Jahr etwa 0,2 Prozent einbringen wird. Die Staatsministerin für Finanzen, Semereta Sewasew, merkte an, dass das Steuer-BIP-Verhältnis des Landes in den vergangenen zwei Jahren von 6,2 Prozent auf 8,2 Prozent gestiegen sei.
Der Wirtschaftswissenschaftler Aschalew Tefera erklärte, dass die Reform notwendig sei, um die Staatseinnahmen zu stärken, warnte jedoch davor, dass ihre Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft genau beobachtet werden müssten. Er merkte an, dass viele Fahrzeughalter für ihr tägliches Einkommen auf ihre Fahrzeuge angewiesen seien und die Steuer die Betriebskosten für einkommensschwache Fahrer erhöhen könnte.