Das Heidebad in Halle (Saale) lässt seit wenigen Tagen nur noch Besucher mit ausreichenden Deutschkenntnissen hinein. Der Betreiber begründet die Regel mit Sicherheitsgründen nach einem Vorfall am vergangenen Wochenende.
Geschäftsführer Mathias Nobel sagte der Deutschen Presse-Agentur, man müsse sicher sein, dass Besucher die Baderegeln verstünden. Der See ist an manchen Stellen 13 Meter tief. Bei einem Vorfall am vergangenen Wochenende rettete Nobel ein Kleinkind aus tiefem Wasser.
Die Regel gilt seit wenigen Tagen. Am Eingang werde im Einzelfall geprüft, ob Verständnisprobleme bestehen. Nobel berichtete von Kritik, blieb aber bei der Entscheidung. Englischsprachige Schilder lehnte er ab, da diese niemand lese.
In Leipziger Schwimmbädern gilt ein anderer Ansatz. Dort hängen Piktogramme und mehrsprachige Regeln auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Ukrainisch. Sprecherin Katja Gläß betonte, alle Gäste seien willkommen.