Der Entwickler des Indie-Horrorspiels Amygdala: Prelude gibt an, seit drei Jahren auf Valves Genehmigung für die Veröffentlichung auf Steam zu warten. Die Verzögerung resultiert aus der Notwendigkeit einer kommerziellen Vereinbarung zur Nutzung der Source-Engine von Valve. Obwohl das Spiel fast bereit für den Early Access ist, kann es nach wie vor nicht verkauft werden.
Amygdala: Prelude, ein mit der Source-Engine von Valve entwickeltes Indie-Horrorspiel, ist laut dem Entwickler zu etwa 80 Prozent fertiggestellt und bereit für den Steam Early Access. Das Team hat eine Steam-Shop-Seite eingerichtet, kann jedoch aufgrund der fehlenden Freigabe durch Valve nicht live gehen. Ein Beitrag des Entwicklers auf r/gamedev beschreibt die Odyssee, die 2023 begann, als man sich erstmals wegen der kommerziellen Nutzung von Source an den Steam-Support wandte. Der Support teilte ihnen mit, dass eine kommerzielle Vereinbarung erforderlich sei, und seitdem ist der Fortschritt aufgrund der schleppenden Kommunikation seitens Valve zum Erliegen gekommen. Der Entwickler berichtet von Wartezeiten von sechs bis zwölf Monaten auf Antworten, bei denen oft nach Phasen des Schweigens dieselben Informationen wiederholt werden. „Wir stecken seit den letzten Jahren in dieser Schleife fest und machen keinerlei Fortschritte“, schrieb der Entwickler. Auch direkte E-Mails an Valve blieben unbeantwortet, was das Team nach drei Jahren Investition an Zeit, Geld und Mühe frustriert zurücklässt. Der Beitrag betont die emotionale Belastung: „Es ist schmerzhaft zuzusehen, wie alle anderen jeden Tag ihre Spiele veröffentlichen, während unseres feststeckt und unendlich viele Wunschlisten ansammelt, aber niemand es kaufen kann.“ Die Teammitglieder sind erschöpft, haben ursprüngliche und verlängerte Veröffentlichungstermine verpasst und sorgen sich, dass das Spiel möglicherweise nie erscheint, da ähnliche Probleme auch andere Projekte auf Basis der Source-Engine betreffen. Antworten aus der Community auf Reddit verweisen auf Valves Ruf für langsame Reaktionen und weisen darauf hin, dass die Nutzung von Source ohne vorherige Vereinbarung riskant war. Eine kostenlose Demo ist für die nicht-kommerzielle Nutzung auf Steam verfügbar, doch Verkäufe bleiben blockiert. Kotaku hat Valve um eine Stellungnahme gebeten.