Ustwo Games, der Entwickler von Monument Valley, hat eine Neuausrichtung angekündigt, bei der künftig vermehrt externe Dienstleister eingesetzt und Projekte stärker auf Steam fokussiert werden sollen. CEO Maria Sayans erklärte, dass es ein Fehler gewesen sei, Vollzeitangestellten langfristige Beschäftigungssicherheit zu bieten, insbesondere nach den Schwierigkeiten bei der Entwicklung von Monument Valley 3. Das Londoner Studio plant nun ein Kernteam, das durch externe Kräfte ergänzt werden soll.
Ustwo Games verabschiedet sich von einem großen festangestellten Team und setzt auf ein Modell, das stärker auf externe Auftragnehmer vertraut. In einem Interview mit Game Developer erklärte CEO Maria Sayans: „Wir waren etwas zu romantisch in der Vorstellung, dass wir Mitarbeiter haben und den Menschen langfristige Arbeitsplatzsicherheit bieten sollten.“ Sie merkte an, dass während der Hochphase der Produktion von Monument Valley 3 nur ein kleiner Teil der Belegschaft aus externen Mitarbeitern bestand – ein Verhältnis, das das Studio künftig ändern will. Das in London ansässige Team war für das Projekt auf bis zu 40 Personen angewachsen. Monument Valley 3 wurde zunächst als exklusiver Netflix-Abonnementtitel für Mobilgeräte veröffentlicht, jedoch sechs Monate später im Jahr 2025 wieder aus dem Dienst entfernt, nachdem Netflix seine Gaming-Strategie angepasst hatte. Sayans reflektierte über die Veränderungen in der Branche: „Ich bin seit 20 Jahren in der Branche, und diejenigen von uns, die Anfang der 2000er Jahre eingestiegen sind, hatten es sehr gut. Man möchte diese Art von Stabilität bieten können [...], aber ich denke, das ist ein Wandel in der Art und Weise, wie wir in Zukunft mit Menschen arbeiten wollen.“ Zu den früheren Titeln des Studios gehören das Puzzlespiel Monument Valley aus dem Jahr 2014, Alba: A Wildlife Adventure und Desta: The Memories Between. Sayans, die auch Mitglied des Ukie-Vorstands ist, wies darauf hin, dass die Neuausrichtung auch die verstärkte Ausrichtung auf PC-Plattformen wie Steam umfasst. Das Studio sah sich 2019 mit Vorwürfen der gewerkschaftsfeindlichen Maßnahmen konfrontiert, die es zurückwies.