Ubisoft hat eine vertrauliche Einigung mit 61 ehemaligen Mitarbeitern seines Halifax-Studios erzielt, die sich vor der Schließung des Standorts gewerkschaftlich organisiert hatten. Die Gewerkschaftsmitglieder stimmten dem Abkommen laut CWA Canada mit überwältigender Mehrheit zu. Die Entwickler lobten das Unternehmen dafür, die Gewerkschaft während der Verhandlungen respektiert zu haben.
CWA Canada gab Anfang der Woche bekannt, dass 61 Gewerkschaftsmitglieder von Ubisoft Halifax den Vergleichsbedingungen zugestimmt haben. Während die Details vertraulich bleiben, erklärten die betroffenen Entwickler, dass Ubisoft die Gewerkschaft respektiert und nach Treu und Glauben verhandelt habe. Der ehemalige Mitarbeiter Jon Huffman beschrieb die Studioschließung angesichts laufender Projekte bei Mobile Games als überraschend. Er fügte hinzu: „Wir sind unserer Gewerkschaft sehr dankbar, dass sie dieses Paket für uns ausgehandelt hat.“ Ubisoft Halifax, das sich auf Mobile-Titel konzentrierte, hatte sich im Dezember 2025 gewerkschaftlich organisiert. Nur Wochen später schloss das Unternehmen das Studio, wodurch 71 Stellen betroffen waren. Dieser Schritt hätte es zum ersten gewerkschaftlich organisierten Studio von Ubisoft in Nordamerika gemacht. Ubisoft wies jeglichen Zusammenhang mit gewerkschaftsfeindlichen Maßnahmen zurück. In einer damaligen Stellungnahme erklärte das Unternehmen: „In den vergangenen 24 Monaten hat Ubisoft unternehmensweit Maßnahmen ergriffen, um die Betriebsabläufe zu straffen, die Effizienz zu steigern und Kosten zu senken.“ Das Unternehmen verpflichtete sich dazu, Abfindungen und Unterstützung bei der Jobsuche für die betroffenen Mitarbeiter bereitzustellen. Die Einigung erfolgt inmitten umfassenderer Sparmaßnahmen bei Ubisoft, zu denen auch Entlassungen in den schwedischen Studios sowie bei Red Storm Entertainment, dem US-Heimatstudio der Tom-Clancy-Reihe, gehören.