Romeros halten den Einbruch der Spieleindustrie für schlimmer als in den 1980er Jahren

Die erfahrenen Entwickler Brenda und John Romero haben den aktuellen Zustand der Spieleindustrie als schlimmer beschrieben als den Crash von 1983. In einem Interview mit GamesIndustry.biz hoben sie weitverbreitete Entlassungen und Studio-Schließungen hervor, von denen nahezu jeder betroffen sei. Brenda Romero bezeichnete die Situation als „definitiv crash-artiger“ als die Rezession, in der die Umsätze mit Videospielen um 97 Prozent einbrachen.

Brenda Romero, die in den 1980er und 1990er Jahren an der Wizardry-Reihe arbeitete – unter anderem als Lead Designerin von Wizardry 8 – und ihr Ehemann John Romero, Mitentwickler von Doom bei id Software, äußerten ihre Bedenken im Vorfeld der Veranstaltung „Dark and Doomy“ in Wakefield vergangene Woche. Gegenüber GamesIndustry.biz sagte Brenda Romero: „Ich habe das Gefühl, dass sich die Branche in einer wirklich schrecklichen Lage befindet. Wir waren in den 80ern beim Crash dabei, und das hier ist definitiv crash-artiger.“ Sie verwies auf die Auswirkungen auf ihr Studio Romero Games in Galway, wo Microsoft im vergangenen Jahr infolge von weltweit fast 10.000 Entlassungen im Unternehmen die Finanzierung strich. Das Studio schrumpfte nach einem Entlassungsprozess von 110 Mitarbeitern auf neun, wobei ein Shooter-Projekt gerettet und neu konzipiert werden konnte. „Es gibt nur sehr wenige Menschen, die nicht selbst betroffen sind, deren Partner nicht betroffen sind oder die sich nicht Sorgen machen, bald betroffen zu sein. Es ist gerade eine wirklich schwierige Zeit“, fügte Brenda Romero hinzu. John Romero verwies auf Battlefield 6, das meistverkaufte Spiel des Jahres 2025, welches dennoch zu Entlassungen in mehreren Studios führte. „Ich verstehe nicht, was es damit auf sich hat“, sagte er. Der Crash von 1983 folgte auf eine Flut von minderwertigen Spielen für Spielkonsolen und die zunehmende Popularität von PCs, was zu einem Umsatzeinbruch von 97 Prozent führte, bevor eine Erholung mit dem Nintendo Entertainment System einsetzte. Im Gegensatz zu damals übersteigen die Kosten heutiger AAA-Projekte 300 Millionen US-Dollar, was die Risiken selbst bei erfolgreichen Titeln massiv erhöht.

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