Die Enkel des Geschäftsmanns Jaime Santa Cruz haben ein Sachverständigengutachten vorgelegt, das den Schaden für den Nachlass auf über 298 Millionen US-Dollar beziffert. Die Verteidigung reagierte mit Prüfberichten, die eine gesellschaftsrechtliche Simulation ausschließen.
Der Familienstreit um das Erbe von Jaime Santa Cruz, der am 8. März 2020 verstarb, hat sich vor Gericht verschärft. Die Geschwister Roa Santa Cruz reichten am 30. April ein Gutachten von Butelmann Consultores beim 25. Zivilgericht in Santiago ein. Das Dokument kommt zu dem Schluss, dass das Vermögensverzeichnis mindestens 298,02 Millionen US-Dollar mehr ausweisen müsste. Die Verteidigung der Onkel Santa Cruz Negri beanstandete das Gutachten aufgrund zeitlicher Inkonsistenzen und unrealistischer Eigentumsanteile. Als Reaktion darauf gab Juan Pablo Santa Cruz Negri eine KPMG-Studie in Auftrag, die belegt, dass die Transaktionen entgeltlich und keine unentgeltlichen Scheingeschäfte waren. Ein weiterer Bericht von Valtin Consultores vom Dezember 2025 weist darauf hin, dass die Verkäufe von Unternehmensanteilen im Jahr 2011 über den Werten lagen, die von unabhängigen Dritten geschätzt wurden. Die beteiligten Parteien sind unter anderem bei Unternehmen wie Pesquera Blumar und AD Retail tätig.